Winterstarre

Schildkröten im Kühlschrank (c) picture-alliance
Obwohl es der Name vermuten lässt, erstarren die Frösche und Eidechsen nicht wirklich, wenn sie in Winterstarre fallen. Wenn man sie anstupst, bewegen sie sich nur sehr langsam und taumeln hin und her, als wären sie total benommen oder extrem verschlafen. Das liegt daran, dass ihr Herz bei den niedrigen Temperaturen viel seltener schlägt und sie auch viel weniger atmen.

Allerdings gibt es eine Ausnahme: den Waldfrosch aus Nordamerika. Er wird auch Eisfrosch genannt, weil er eine ganz besondere Fähigkeit besitzt. Der Waldfrosch kann nämlich seine Körperflüssigkeiten teilweise einfrieren lassen, wenn es um ihn herum bis zu -5° C kalt wird. Dabei hilft ihm ein körpereigenes Frostschutzmittel. Das besteht zu einem großen Teil aus Harnstoff, einem Stoff, der normalerweise als Urin bzw. Pipi den Körper verlässt. Im Frühjahr, wenn es wärmer wird, taut der Frosch dann wieder auf.

Auf dem Foto siehst du eine Zoo-Tierärztin. Damit die Landschildkröten im Braunschweiger Zoo in die Winterstarre fallen, werden sie in den Kühlschrank gelegt.