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Tiere - Warum stinken manche so furchtbar?
Stand: 03.01.2012
So lieb man Tiere auch hat, manchmal können sie ganz schön stinken: Das süße Haustier-Kaninchen in seinem Käfig genauso wie der Hund, der sein Fell in einer Pfütze gewälzt hat. Doch wer wie das Kaninchen seine Toilette im Käfig hat oder wie Ratten oft im Kanal lebt, kann selbstverständlich nichts dafür, dass er stinkt. Auch nasses Hundefell riecht meist für uns einfach unangenehm. Und damit sollte man sich am besten abfinden. Den Hund kann man zwar duschen, doch man sollte ihn keinesfalls mit Deo-Spray oder Parfüm einsprühen. Denn ein Hund nimmt selbst Gerüche sehr viel besser wahr als ein Mensch – für den Hund wäre so ein künstlicher Geruch also extrem unangenehm.
Boah, hat der sein Deo vergessen?
Am Schweiß liegt es übrigens nicht, wenn Tiere streng riechen. Schweiß ist sowieso (auch beim Menschen) geruchlos. Was wir als Schweißgeruch wahrnehmen, ist Schweiß, der durch Bakterien zersetzt wird. Doch nur sehr wenige Tiere können überhaupt schwitzen. Pferde tun dies zum Beispiel. Ein Hund aber nicht. Deswegen hechelt er nach einem schnellen Lauf auch so sehr, um sich abzukühlen.
Verzieh dich oder ich stinke!
Was aber fast alle Tiere besitzen, sind Duftdrüsen. Diese setzen einige Tiere nicht nur unbewusst, sondern auch mal sehr gezielt ein. Um sich zu verteidigen oder andere zu verscheuchen, ist vor allem dem Stinktier wirklich alles recht. Es kann tatsächlich sogar aus ganzen Dörfern stinkende Landschaften machen. Überhaupt dient der ausgeströmte Duft vielen Tieren zur Verständigung untereinander. Einige markieren mit eigenen Düften ihr Revier nach dem Motto: "Hier bin ich zu Hause und du hast hier nichts verloren!"
Die besten Nasen und größten Stinker
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Oh wie süß, dieser Waschbär. Aber ein ganz schöner Stinker!
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In der Regel gilt: Je stärker ein Tier einen Eigenduft ausströmt, umso besser kann es auch Gerüche der anderen wahrnehmen. Vögel und auch Reptilien wie Krokodile oder Schlangen strömen kaum eigene Düfte aus und nehmen auch selbst kaum Gerüche wahr. Amphibien wie Salamander dagegen schon wieder mehr. Die besten Nasen haben Insekten und Säugetiere. Vor allem Raubtiere registrieren noch so unscheinbare Gerüche – und stinken selbst am kräftigsten. Das merkt jeder, der in einem Tierpark mal in der Nähe des Raubtier-Geheges steht. Einer der schlimmsten Stinker ist – so gar nicht zum Namen passend – der Waschbär. Das kleine Raubtier hat seinen Namen nur deshalb, weil es seine Nahrung wäscht. Sich selber badet er nur sehr selten.
Mischa Drautz
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