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Fossilien - Zeugen einer vergangenen Welt

Stand: 12.01.2015


Archaeopteryx (c) dpa
Elf Fossilien des Urvogels Archaeopteryx hat man in Bayern gefunden.
Der Begriff "Fossil" kommt aus dem Lateinischen und bedeutet in etwa "ausgegraben". Fossilien sind versteinerte Zeugen vergangenen Lebens, manchmal von vor Millionen von Jahren. Ein Fossil kann manchmal nur eine zu Stein gewordene Fußspur sein. Oder es ist das vollständig erhaltene Skelett eines Tieres.

Oft sind solche Skelette zwischen Gesteinsschichten in Steinbrüchen versteckt. Dort abgelöste Kalkplatten kann man mit Steinmetz-Werkzeugen wie Hammer und Meißel recht gut weiter aufspalten. Die Platten öffnen sich dann wie ein Buch - und wer Glück hat, findet zwischen den Gesteinsschichten das Fossil von einer Schildkröte, einem Vogel, einem Fisch oder vielleicht sogar von einem Dinosaurier.

Wie entsteht ein Fossil?

Versteinerter Kugelfisch (c) dpa
Ein versteinerter Kugelfisch - gefunden in einem Steinbruch im bayerischen Wattendorf.
Wie es zu einem erhaltenen Fossil gekommen ist, kann man am Beispiel eines Fisches erklären: Ein Fisch ist bei einem Vulkanausbruch gestorben und tot auf den Grund eines Sees gesunken. Dort ist er mit Schlamm zugedeckt worden. Weil in diese Tiefe kein Sauerstoff gekommen ist, blieben die Knochen und Schuppen erhalten. Das Fischfleisch hat sich dagegen aufgelöst. Das Grundwasser hat wegen seines Eisengehalts das Fischskelett schließlich braun gefärbt. Ansonsten hat die Zeit noch viele Kalkschichten über den Fisch gelegt – bis irgendwann jemand die Platten spaltet und das braune Skelett vom Fisch in den Gesteinsschichten entdeckt.

Archi - Bayerns ältestes Fossil

Archi-Keks (c) BR/Schmidt-Thrö
Die ältesten Fossilien, die bisher bei uns in Bayern gefunden wurden, sind keine Dinos, sondern Kelchtiere, also Archaeocythen. Ihr Spitzname: Archis. Den haben ihnen die Forscher vom Bayerischen Landesamt für Umwelt gegeben. Sie haben die Fossilien im Sommer 2014 im Frankenwald ausgegraben.

Kelchtiere haben vor circa 520 Millionen Jahren gelebt, also lange vor den Dinos. Eigentlich sahen sie gar nicht wie Tiere aus, sondern mehr wie Pflanzen, mehrere Zentimeter groß, mit einem großen Kelch statt einer Blüte. So ähnlich wie Korallen wohnten sie auf Riffen am Meeresboden und haben sich von winzigen Krebschen ernährt. Die hat die Wasserströmung einfach so in ihren Kelch geschwappt.

Hier wird gleich ein Stein zersägt!
Als die Kelchtiere gestorben sind, hat der immer dicker werdende Schlamm am Meeresboden dafür gesorgt, dass sie zum Fossil wurden. Sie sind versteinert.

Heute muss man schon genau hinsehen: Denn ihre Fossilien erkennt man nur durch kleine Kreise und Dreiecke im Stein. Wenn man die Steine mit der Kreissäge in Platten schneidet, kann man sogar noch besser das Gerüst ihrer Kelche erkennen. Im Stein sieht das aus wie ein feines Muster in den Kreisen.

Versteinerter Archi (c) BR/Schmidt-Thrö




Die Bewegung der Kontinente und ein großer Zufall haben dafür gesorgt, dass ihre Versteinerungen wiederentdeckt wurden. Wie das genau war, hat Roland Eichhorn, der Chefgeologe des Bayerischen Landesamt für Umwelt, Silke Schmidt-Thrö, Klara und Emma erklärt.

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Fossilien selbst entdecken?

Wer sich auf die Suche nach Fossilien macht, muss vor allem Geduld haben. Unter welcher Platte sich der "Hauptgewinn" versteckt, weiß vorher keiner genau. radioMikro-Reporter Mischa Drautz hat gemeinsam mit Jan Steine geklopft und Kalkplatten gespaltet. Hör dir an, ob sie ein Fossil gefunden haben!

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Unterwegs im Steinbruch

Auch radioMikro-Reporterin Geli Schmaus war auf Fossiliensuche - in einem Steinbruch im Altmühltal. Klick den Pfeil!

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Anstrengend ist das Plattenspalten sowieso – und man sieht schnell aus wie ein Bäckermeister, weil man nach einer Weile Klopf- und Spaltarbeit ganz weiß gepudert ist – allerdings voll Staub und nicht voll Mehl. Doch Fossilien sind die Arbeit wert: Schließlich sind manche über fünfzig Millionen Jahr alt – und zeigen uns so, wie im Laufe der Geschichte des Lebens unzählige Lebewesen entstanden, lebten und wieder verschwanden.


Mischa Drautz und Silke Schmidt-Thrö


 
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