Wie wird Glas geformt?

Glasbläser bei der Arbeit (c) dpa
Das flüssige Glas ist beim Blasen noch ungefähr 1.000 Grad heiß. Hier entsteht gerade eine Vase.
Es gibt verschiedene Techniken, um Glas zu formen. Am bekanntesten ist das Glasblasen. Mit einem langen Rohr, der "Glasmacherpfeife" wird ein flüssiger Klumpen Glasschmelze aufgespießt und dann mit viel Übung und Geschick, durch das Rohr, in eine bestimmte Form geblasen. So entsteht eine Flasche oder ein Weinglas mit langem, dünnen Stil. Heutzutage wird Glas auch maschinell geblasen: Daraus werden dann meist runde, hohle Gegenstände.

Eine andere Möglichkeit ist, die Schmelze in Formen zu ziehen oder zu gießen. Oder die Glasschmelze wird auf einem Walztisch bearbeitet. Dafür wird das Glas auf einer großen Fläche dünn ausgegossen und dann gleichmäßig flach gewalzt und poliert. Auf Walztischen wird beispielsweise Fensterglas gemacht. Oder auch ein Spiegel.

Zum Färben von Glas verwendete man früher Metalle wie Eisen, Kupfer und sogar Gold. So richtig dunkelrotes Glas konnte zum Beispiel nur hergestellt werden, wenn echtes Gold in der Schmelze mit eingeschmolzen wurde.

Auch heute noch bestehen sehr viele Dinge aus Glas: Sektgläser, Brillen, Autoscheiben, die Fassaden von Häusern und vieles mehr. Eine besondere Verwendung hat Glas in den "Glasfaserkabeln", die zur Datenübertragung bei Computern verwendet werden. In Glasfaserkabeln sind in der Mitte tatsächlich hauchdünne Fädchen aus Glas.