Berge - Warum ist es oben kalt?

Berge im Winter (c) Good Shot
Die Spitzen sind noch weiß, unten ist's schon wärmer.
Auf dem langen Weg von der Sonne bis zur Erde bewegen sich die Sonnenstrahlen blitzschnell durch das Weltall. Das Weltall ist eine verlassene Gegend, dort gibt es so ziemlich gar nichts, es sei denn, man kommt gerade an einem Planeten oder einem Mond vorbei. Das heißt also, auf dem Weg durch das All haben die Sonnenstrahlen nichts, woran sie anstoßen könnten. Ohne das geringste Hindernis sausen sie schnurstracks den weiten Weg von der Sonne direkt zu unserer Erde.

Wenn die Sonnenstrahlen auf der Erde angekommen sind, treffen sie, ganz im Gegensatz zum Weltall, auf jede Menge Masse, an der sie anstoßen. Sie treffen auf die Erdoberfläche, die durch die Sonnenstrahlen aufgewärmt wird. Dabei macht es keinen Unterschied, ob beispielsweise ein Stein oben auf einem Berg liegt oder unten am Meeresstrand. Denn die Sonnenstrahlen haben ja bereits 150 Millionen Kilometer zurückgelegt, bevor sie bei uns auf der Erde angekommen sind. Da kommt es auf die paar Meter wirklich nicht mehr an, die ein Stein am Berg der Sonne näher ist als am Strand.

Die Erde als Herdplatte?
Die Erdoberfläche wird von der Sonne aufgewärmt. Und diese Wärme gibt die Erde an die Luft ab. Die warme Erde erwärmt die Luft der Atmosphäre. Wie eine Herdplatte. Über der eingeschalteten Herdplatte ist die Luft ja auch warm. Halten wir die Hand darüber, wird es umso wärmer, je näher wir die Hand an die Herdplatte bringen. Je höher wir unsere Hand über die heiße Herdplatte halten, desto weniger warm wird es sein. Halten wir die Hand einen oder gar zwei Meter über der Platte, werden wir wahrscheinlich kaum mehr etwas von der Hitze des Herdes spüren. Und so ist es auch in der Atmosphäre. Je weiter wir von der Erde weg sind, desto kälter ist die Luft. Weil die Erde ja auch weiter von uns weg ist.