Geklebte Autos

Kleben im Karosseriebau (c) BMW
Bei BMW sind jede Menge Roboter am Werk.
Die Verwendung von Kleber hat viele Vorteile: Zum einen kann man Teile aneinander kleben, die sich nicht schweißen lassen, z.B. Aluminium und Kunststoff. Außerdem ist es möglich, Teile zu verbinden, ohne dass man von außen Schrauben oder Schweißnähte sieht. Und was auch sehr wichtig ist: Das Kleben geht meist viel schneller, als wenn man die Teile zusammenschweißen müsste. Trotzdem kann man mit Konstruktionsklebstoffen die gleiche Festigkeit erreichen wie beim Schweißen oder Verschrauben. Zusätzlich spart die Verwendung von Kleber Gewicht ein, und das ist wiederum günstig für den Kraftstoffverbrauch des Autos.

Schon gewusst?
Insgesamt können in einem fertigen Auto 15-20 Kilogramm Kleber verbaut sein!
Der Kleber im Autobau hat aber auch noch andere Aufgaben: Wo Metallteile aufeinandertreffen, verhindert er, dass es quietscht oder scheppert und macht das Auto so insgesamt leiser. Außerdem dichtet er die Karosserie an vielen Stellen ab. Deshalb gibt es auch hunderte verschiedene Klebe-Mischungen. Natürlich sind die Auto-Klebstoffe alle wasser- und säurefest, und man kann die verklebten Teile nur noch voneinander trennen, indem man sie kaputt macht.

Anne Buchholz