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Freimaurer – Geheimer Männerbund

Stand: 10.05.2015


Kölner Dom (c) Getty Images
Bauwerke wie der Kölner Dom sind nicht einfach zu bauen. Wollten die Freimaurer das für sich behalten?
Es waren englische Steinmetze und Maurer, die vor rund 600 Jahren die Idee zur Freimaurerei hatten. Sie schlossen sich zusammen, schworen, alles geheim zu halten, was innerhalb ihrer Gruppe gesprochen und vereinbart wurde, und gelobten sich brüderlichen Zusammenhalt. Ein Geheimbund, der allen anderen verschlossen blieb.

Möglicherweise dienten diese Bünde dazu, das Wissen der Steinmetze von Generation zu Generation weiterzugeben. Denn zu dieser Zeit entstanden an vielen Orten Europas die neuen, hellen und hohen Kathedralen der Gotik, die viel schwerer zu bauen waren als die bisherigen Kirchen. Vielleicht wollten die Steinmetze dafür sorgen, dass nur sie allein in Zukunft wissen sollten, wie man luftig und leicht in die Höhe baut. Vielleicht hatte es aber auch einen anderen Grund ...

Nicht mehr ganz so geheim

Diese Bünde nannte man Freimaurer Logen. Die erste, die sich mehr oder weniger öffentlich bildete, war mehr als 300 Jahre später die "Großloge von London und Westminster". Das war im Jahre 1717. In dieser Großloge waren aber wahrscheinlich kaum mehr Maurer und Steinmetze, sondern sehr bekannte und einflussreiche Männer, auch Adelige. Der Sitzungssaal der Londoner Freimaurer war übrigens ein Wirtshaus: "Zur Gans und zum Bratrost". Sehr geheim war das nicht mehr. Dennoch drang nichts von dem, was innerhalb der Loge gesprochen wurde, nach außen.

Geheime Bünde überall

Wolfgang Amadeus Mozart (c) dpa
Mozart war auch Freimaurer, obwohl das in Österreich verboten war.
Nach und nach bildeten sich immer neue Logen: in Irland, Spanien, Deutschland und sogar in Amerika. Der berühmte Mitbegründer der USA, Benjamin Franklin, war auch ein Freimaurer. Und das war kein Wunder. Denn die Freimaurer hatten sich vom Schutzbund für Steinmetze zu Vereinigung von Männern entwickelt, die nach Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit und Toleranz strebten - Vorstellungen, wie sie später in der Unabhängigkeitserklärung der USA und auch in der französischen Revolution auftauchten. Klar, dass das den Mächtigen der Zeit überhaupt nicht schmeckte. In vielen Ländern wurden die Logen von der Obrigkeit verboten: aus Angst, dass diese freisinnigen Herren dem Volk irgendwelche Flausen ins Ohr setzen könnten, freie Meinungsäußerung zum Beispiel oder Gleichheit vor dem Gesetz.

Damals waren solche Gedanken gefährlich, man konnte dafür in den Kerker kommen. Deswegen blieben die Freimaurer auch weiterhin lieber im Geheimen. Nicht geheim ist allerdings geblieben, dass sehr viele berühmte Männer Freimaurer waren: Der berühmte Komponist Wolfgang Amadeus Mozart ebenso wie der Dichter Friedrich Schiller, außerdem der Dichterfürst Johann Wolfgang von Goethe und der Komponist Josef Haydn, der amerikanische Staatsmann George Washington genauso wie der preußische König Friedrich II.

Meist nur für Männer

Freimauererabzeichen (c) dpa
Solche Abzeichen tragen viele der Freimaurer.
Freimaurer gibt es bis auf den heutigen Tag. In Deutschland gibt es zurzeit etwa 14.000 Mitglieder in Freimaurer-Logen. Diese tragen Titel wie: "Zu den drei Säulen an der Isar", "Drei Schlüssel zum aufgehenden Licht" oder "Bruderkette am Untersberg".

Wirklich geheim sind sie nicht mehr. Man findet sie sogar im Internet. Wer aber wissen will, was hinter den verschlossenen Türen gesprochen wird, der muss selbst vorbeikommen, als freier Mann von tadellosem Ruf, und wenn er dann in die Loge aufgenommen wird, dann kann er auch mitdiskutieren. Frauen allerdings wird der Zugang zu vielen Logen verwehrt. Allerdings gibt es auch Ausnahmen: In der Loge "Mozart zu den drei Rosen" dürfen Frauen und Männer Mitglied werden. Und es gibt auch Logen, da sind die Damen ganz unter sich.

Börni Schulz


 
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