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Flugzeug - Vom Hängegleiter bis zum Superjumbo

Stand: 14.07.2014


Flugzeug im Landeanflug (c) dpa



Der Hängegleiter

Hängegleiter (c) dpa
Auch heute gibt es noch sogenannte "Hängegleiter".
Schon vor ungefähr 120 Jahren entwickelte der deutsche Flugpionier Otto Lilienthal einen Flugapparat, mit dem er immerhin 25 Meter weit fliegen konnte. Sein Hängegleiter hatte rechts und links zwei Flügel aus Weidenzweigen, bespannt mit Baumwollstoff. Hinten war ein kleines Ruder zum Lenken und in der Mitte konnte sich der Pilot einhängen. Von einem Hügel aus nahm er etwas Schwung und flog los.

Um die richtige Flugtechnik zu finden, beobachtete Otto Lilienthal Störche und Bussarde. Im Gleitflug bewegen sich ihre Flügel fast gar nicht. Deshalb fuchtelte er auch nicht mit den Flügeln am Flugdrachen hin und her, sondern hielt sie starr.

Die Gesetze des Fliegens
Es gibt bestimmte physikalische Gesetze für das Fliegen. Das galt früher und ist auch heute noch gültig. Man benötigt spezielle, leicht nach oben gewölbte Flügel und Geschwindigkeit! Wenn ein Fluggerät dann genug Tempo hat, schießt der Wind am Flügel vorbei, drückt von unten und zieht ihn gleichzeitig mit einem Sog nach oben.


Motorflieger

So sah die Nase von Lindberghs Flugzeug aus. Klick die Lupe für mehr!
Motoren sorgten dann dafür, dass man länger und weiter fliegen konnte. 1927 überquerte der Amerikaner Charles Lindbergh mit dem ersten Nonstop-Alleinflug den Atlantik von New York nach Paris! Seine Maschine war die einmotorige "Spirit of St. Louis". Dafür, dass sie aus Stahlrohr und Holz gemacht wurde und nur mit Stoff verkleidet war, hat die Maschine ganz schön viel ausgehalten.

Charles Lindbergh war ein sehr mutiger Mann. Weil das Flugzeug sehr viel Treibstoff an Bord hatte, verzichtete er, um Gewicht zu sparen, auf Fallschirm und Funkgerät. Die größte Meisterleistung war aber nicht einzuschlafen, denn der Flug dauerte über 33 Stunden.

Silbernes Aluminium-Wellblech

Flugzeug JU 52 (c) dpa
"Tante Ju" nannte man dieses Flugzeug auch.
Nach und nach wurden die Flugzeuge größer und konnten Menschen und Material transportieren. Die Kabine der berühmten JU 52 bot Platz für 16 Passagiere und hatte eine Heizung. Zudem war sie mit drei Propellermotoren ausgestattet. Nun baute man die Flugzeuge auch nicht mehr aus Holz und Stofftuch. Die Ju 52 erstrahlte in silbernem Aluminium-Wellblech.



Passagierflugzeuge in strahlendem Weiß

Als immer mehr Menschen Flugzeuge als Verkehrsmittel nutzten und größere Flugzeuge gebaut wurden, wollten die Luftfahrtgesellschaften trotzdem zeigen, dass so ein Passagierflugzeug etwas ganz Besonderes ist. Deswegen wurden alle Flugzeuge silbern lackiert. Irgendwann war die Farbe aber zu teuer - und die günstigere Lösung war ganz einfach weiß. Die Farbe sieht edel aus und ähnelt der Farbe Silber.
Schwarze und dunkle Farben werden hingegen selten als Anstrich verwendet, weil sich dann das Flugzeug bei Sonneneinstrahlung zu stark aufheizt. Außerdem wäre das Flugzeug durch die bunte Lackierung schwerer und bräuchte mehr Treibstoff. Darum erstrahlen die großen Passagierflugzeuge bis heute in Weiß.

Düsentriebwerke

Düsenjet (c) Digital Vision
Um noch schneller zu werden, wurden die einfachen Propellermotoren in den 1960er-Jahren immer mehr durch Düsentriebwerke ersetzt. Dabei wird vorne die Luft angesaugt, dann im Triebwerk mit Kerosin, also dem Flugbenzin, gemischt und hinten schießen dann die Abgase mit einem Affenzahn raus und geben so dem Flugzeug den gewaltigen Schub. Der Düsenjet Lockheet SR-71 stellte schon 1976 einen Geschwindigkeitsweltrekord auf: Er flog über 3.500 Kilometer pro Stunde schnell, also mehr als die dreifache Schallgeschwindigkeit.

Superjumbo A 380

Der A380 ist so groß, der passt kaum ins Bild. Klick die Lupe!
In der heutigen Zeit gibt es Wasserflugzeuge, Löschflugzeuge für Waldbrände oder Frachtflugzeuge, mit denen man Autos oder Schiffe transportieren kann. Das neueste Passagierflugzeug ist der Airbus A380 - mit über 850 Plätzen auf zwei Decks.

Der A380 ist breiter als ein Fußballfeld und fast so lang. Solche Superjumbos können nicht einmal überall landen, weil häufig die Landebahnen viel zu kurz sind.

24 Stunden am Flughafen

Der Flughafen München (c) dpa



Ein Flughafen ist fast so etwas wie eine Stadt für sich. So arbeiten allein am Münchner Flughafen 30.000 Menschen. Es gibt dort Restaurants, Supermärkte, eine Kirche und eine Polizei. Wer ist für die Sicherheit in der Luft und am Boden verantwortlich? Warum dauert die Reise eines Koffers viel länger als die seines Besitzers. Und wo wird eigentlich dieses tolle Flugzeugessen hergestellt?

Zuerst der Check-In

Ob A 380 oder "normales" Flugzeug - erstmal musst du es mit radioMikro-Reporterin Michaela Bold durch die Fluggastkontrolle schaffen.

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Traumberuf Pilot

Michael Langer ist Pilot und fliegt den Superflieger A380. radioMikro-Reporterin Annabelle Hauk und Verbaux haben ihn zu seinem Traumberuf interviewt.

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Algen statt Flugbenzin?

Leider ist Fliegen nicht wirklich umweltfreundlich. Ändern daran bald Algen etwas? radioMikro-Reporter Johannes Keller hat zwei Experten befragt.

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Annabelle Hauk, Joachim Thiel, Johannes Keller

 
  Rekordverdächtig 1: Mehr über den A 380
  Rekordverdächtig 2: Wiley Post's Alleinflug um die Erde


 
  Losfliegen ohne Startbahn: Mehr über Hubschrauber
  Fliegen mit Gas oder heißer Luft: Im Heißluftballon


 
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