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Ball – Für Fußball und andere Ballspiele
Stand: 27.06.2012
Stell dir doch mal ein Fußballstadion vor: Die Mannschaften kommen auf den Platz, die Nationalhymnen werden gespielt, die Fans applaudieren und grölen. Gleich geht’s los. Aber etwas fehlt: der Ball! Ganz klar – ohne Ball ginge beim Lieblingssport der Deutschen gar nichts. Aber erfunden wurde er noch weit früher als das Fußballspiel: vor über 2.000 Jahren in China. Dort wurde damals ein kleiner Ball in die Mitte eines Steinkreises geschossen. Also von wegen "das Runde muss ins Eckige"! Anfangs waren diese kleinen Lederbälle noch mit Federn oder Tierhaaren gefüllt. Erst etliche hundert Jahre später erfand man in China auch den luftgefüllten Ball.
Vom "Steinkreisspiel" zum Fußball
Großer Zeitsprung: Vor etwa 150 Jahren wurde das moderne Fußballspiel erfunden. Diesmal in England. Ausgehend von den britischen Universitäten wurde das Spiel bald auf der ganzen Welt bekannt. Die Bälle allerdings waren eher etwas für harte Kerle als für Dribbler und Ballzauberer. Denn sie waren weder besonders rund noch elastisch. Innen eine luftgefüllte Schweinsblase, drumrum waren Lederstreifen genäht. Diese Schweinsblase kann man sich vorstellen wie einen Luftballon, der an einer Stelle zugeknotet wird. Das gibt natürlich ein Problem: Die Bälle waren nicht richtig rund und eierten deshalb beim Kicken ganz schön in der Luft herum. Erst die Erfindung eines Ventils in Argentinien brachte Abhilfe – der Ball war nun wirklich ... naja, fast rund.
Trotzdem gab es noch Schwierigkeiten. Das Leder saugte bei Regen das Wasser auf, der Ball wurde klitschnass und schwer. Man musste erst die Imprägnierung erfinden. Als die deutsche Mannschaft zum ersten Mal Weltmeister wurde, 1954 in der Schweiz, regnete es im Finale gegen Ungarn in Strömen. Aber weil das Leder speziell behandelt war, wies es Wasser besser ab.
WM-Fußball - aus Kunststoff und extra rund
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Afrikanische Kinder mit dem Ball "Jabulani".
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Seit 1986 spielt es für den Ball überhaupt keine Rolle mehr, ob es regnet, denn er ist aus verschiedenen Kunststoffen. Und angeblich werden die Bälle auch von Weltmeisterschaft zu Weltmeisterschaft immer noch ein bisschen runder. Im Jahr 2010 kicken die Fußballer mit "Jabulani" – seit 1958 haben die WM-Bälle nämlich Namen. Los ging's mit "Telstar", dann kamen zum Beispiel "Tango", "Azteka", "Questra" – oder vor vier Jahren der deutsche Ball "Teamgeist". "Jabulani" ist ein Wort aus einer der südafrikanischen Sprachen, Zulu, und es bedeutet "Feiern". Für Jabulani wurden elf Farben verwendet – sie stehen für die elf Stämme Südafrikas und für die elf Spieler einer Fußballmannschaft.
Kathrin Hasselbeck
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