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Neger – Warum ist das eine Beleidigung?

Stand: 08.07.2010


Berühmte Schwarze (c) dpa
Bestimmt kennst du diese berühmten Schwarzen: Barack Obama, Michael Jackson, Martin Luther King.
Es ist noch gar nicht so lange her, dass man in Deutschland Menschen mit dunkler Haut "Neger" genannt hat. Dieses Wort bedeutet ursprünglich auch nichts anderes als "schwarz". Es kommt von lateinisch niger. Das heißt schwarz. Seit vielen Jahren achten aber immer mehr Menschen darauf, diesen Begriff nicht mehr zu verwenden. Es gibt nämlich einen Grund dafür, warum er als Beleidigung empfunden wird. Dazu muss man viele hundert Jahre zurückgehen:

Versteigerung auf dem Sklavenmarkt (c) dpa
Früher wurden Sklaven auf dem Markt verkauft.



Vor ungefähr fünfhundert Jahren wurden Millionen dunkelhäutiger Afrikaner als Sklaven gehandelt und zum Beispiel nach Amerika gebracht. Viele Menschen wurden von zu Hause verschleppt. Und erst vor etwa einhundert Jahren hat man damit aufgehört – so lange ist das also noch gar nicht her. Sklaven wurden fast immer schlecht behandelt, man hat sogar behauptet, dass sie keine Menschen seien. Häufig wurden sie einfach nur als "Neger" bezeichnet, hatten nicht mal mehr eigene Namen. Der Begriff "Neger" ist also sehr eng mit der Sklaverei verbunden und daher herabsetzend. Deshalb will niemand mehr so genannt werden.

Schwarz, weiß, farbig, afro- ...?

Immer wieder streiten sich Menschen verschiedenster Hautfarben darüber, wie man die unterschiedlichen Farbtypen bezeichnen soll. Dabei ergibt sich vor allem ein Problem: Eigentlich sollte man niemandem nur wegen seiner Hautfarbe einen bestimmten Namen geben. Denn das ist rassistisch. Manche finden es in Ordnung, dass man zur Not einfach zwischen Schwarzen und Weißen unterscheidet. Denn die Hautfarbe von weißen Menschen ist ja auch nicht wirklich kreideweiß, sondern mal eher rosa oder ein bisschen orange ... Das weiß jeder, der schon mal im Kasten mit den Buntstiften nach der passenden Hautfarbe gesucht hat.

Und genauso unterschiedlich sind die Hautfarben von dunkelhäutigen Menschen – aber niemals sind sie wirklich "schwarz". Andere finden es besser, wenn man sie danach bezeichnet, wo sie – oder ihre Vorfahren – herkommen und nicht danach, wie sie aussehen. Zum Beispiel nennen sich manche dunkelhäutige Deutsche Afrodeutsche. Die Vorsilbe "afro-" kommt von afrikanisch. Am wichtigsten ist es aber, dass man einfach den Unterschied nicht immer betont: Der ist schwarz und der ist weiß ... Und dass man darauf achtet, niemanden zu beleidigen. Zum Beispiel, indem man statt "Negerküssen" lieber leckere "Schaumküsse" kauft, oder "Schokoküsse", "Süßpfropfen", "Naschküsse" oder "Schaumzapfen" ...

Was ist denn eigentlich "afrodeutsch"?

Kathrin Hasselbeck


 
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