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Tieraugen – Große, scharfe und viele

Stand: 13.01.2011


Superaugen (c) dpa

"Sieh mir in die Superaugen, Kleines!"


Das könnten einige Tiere ohne falsche Bescheidenheit sagen.


Erkennst du,
welche Tiere das sind?




Tintenfisch (c) dpa
Tintenfisch: die größten

Zum Beispiel der Riesentintenfisch: Seine Augen haben einen Durchmesser von vierzig Zentimetern. Sie sind also ungefähr so groß wie ein Schulranzen. Kein Wunder, dass er damit Rekordhalter ist. Die Augen der Riesentintenfische gelten als die größten im Tierreich.



Libelle (c) dpa
Libelle: die meisten

Eine andere Superaugenbesitzerin ist die Libelle. Sie ist ein Insekt, also viel kleiner als ein Riesentintenfisch. Libellen haben sogenannte "Facettenaugen". Diese Augen bestehen aus bis zu 30.000 winzigen Einzelaugen! Jedes übermittelt ein Bild, das sich mit den anderen Bildern zu einem ganzen Bild zusammensetzt – ähnlich wie bei einem Mosaik.


Weißkopfseeadler (c) dpa
Adler: die schärfsten

Adlerauge – so nennt man Menschen, die besonders weit sehen können. Das hat auch einen Grund: Adler haben nämlich besonders gute Augen. Sie können ein Kaninchen noch in 1,5 Kilometern Entfernung erkennen. Der Mensch bräuchte für diese Entfernung ein Fernrohr. Adler und andere Greifvögel wie Bussarde und Falken haben sehr viele lichtempfindliche Zellen im Auge. Diese Zellen braucht man, um scharf sehen zu können. Greifvögel besitzen bis zu sieben Mal so viele dieser Zellen wie der Mensch. Wo der Mensch gerade noch einen braunen Fleck in der Ferne sehen kann, erkennt der Greifvogel Ohren und Pfoten und weiß: "Das ist ein Hase, den hätte ich gern zum Mittag!"


Katze (c) dpa
Katze: die Taschenlampen

Im Dunkeln sehen – für den Menschen ist das unmöglich. Ohne Licht sieht er nicht mal mehr die Hand vor Augen. Nachtaktive Tiere wie die Katze haben es da leichter. In der Dunkelheit werden ihre Pupillen groß und rund. So fällt viel restliches Dämmerlicht ins Auge. Außerdem befindet sich hinten im Katzenauge eine Schicht, die heißt "Tapetum".

Diese Schicht wirft das Licht, das ins Auge fällt, zurück – wie ein Spiegel. Deshalb leuchten Katzenaugen übrigens auch im Dunkeln. Weil das Licht von diesem Spiegel ein zweites Mal durch die Netzhaut geschickt wird, wird es auch ein zweites Mal ausgewertet. Das ist, als würde doppelt so viel Licht ins Auge fallen und so kann die Katze auch im Dunkeln eine Maus erkennen. Wir Menschen müssten uns dafür mit einer Taschenlampe behelfen.


Olga-Louise Dommel


 
  Tolle Tierfüße
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