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Schaukeln – Warum wir es so gerne tun

Stand: 18.03.2009


Schaukeln (c) Bilder: Getty Images und Image Source
Ob auf der Schaukel, in einem Schaukelstuhl oder in der Hängematte – der Grund, warum wir so gerne schaukeln ist unser Kopf. Oder besser gesagt ein bestimmtes Körperteil in unserem Kopf: das Gleichgewichtsorgan.

Das Gleichgewichtsorgan liegt im Innenohr und besteht aus drei miteinander verbundenen Bögen. Es sagt uns zum Beispiel, wo oben und unten ist, und sorgt dafür, dass wir unser Gleichgewicht nicht verlieren. Durch das Schaukeln wird unser Gleichgewichtsorgan gereizt - und das gefällt ihm.

Schlaf, Kindchen, schlaf ...
Schon bei kleinen Babys wirkt das ewige Hin und Her als äußerst beruhigend. Auch wenn die noch nicht auf der Schaukel sitzen können. Wenn sie schreien oder nicht schlafen können, hilft oft ein leichtes Schaukeln auf dem Arm, in der Wiege oder im Kinderwagen.
Denn jedes Sinnesorgan hat einen Bereich, in dem es die Reize, für die es da ist, angenehm empfindet. Das Gleichgewichtsorgan wird durch Bewegungen des Kopfes gereizt, und natürlich auch des Körpers. Wenn wir schaukeln, kommt es zum Hin- und Herbewegen des Körpers, und damit auch des Kopfes.

Das Gleichgewichtsorgan besitzt ganz feine Sinneshärchen, die sich bei Bewegungen hin- und herwiegen, so ähnlich wie die Kornähren im Sommer auf einem Feld. Und wenn das einen bestimmten Rhythmus hat, ist das für den, der schaukelt, ein angenehmes Erlebnis!

Schaukelpferd und Schaukelstuhl (c) Bilder: Stockbyte
Der angenehme Reiz des Schaukelns und Wiegens entsteht durch einen bestimmten, gleichmäßigen Rhythmus; fast wie eine Melodie für das Gleichgewichtsorgan.

Jedes Gleichgewichtsorgan hat übrigens einen anderen Geschmack! Es weiß ganz genau, welchen Schaukelreiz es am liebsten mag – ob gemütlich wiegend, schnell, noch schneller oder richtig wild.


Also, auf die Schaukel, fertig los, und viel Spaß beim Gleichgewichtsorgan reizen, wünscht Ursel Böhm.


 
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