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Farben - Wie wir sie sehen

Stand: 12.10.2012


Herbst (c) IFA Bilderdienst
So bunt ist unsere Welt im Herbst ...
Hast du ein rotes Fahrrad? Eine blaue Schultasche vielleicht? Und deinen (braunen) Kakao trinkst du am liebsten aus einer weißen Tasse? Porzellan ist schließlich weiß. Und Löwenzahn gelb. Andere Blumen haben andere Farben: rot, orange oder lila vielleicht. Gras ist grün, Schweinchen sind rosa.

Und welche Farbe ist deine Lieblingsfarbe?


Bunter Sonnenschrim (c) Image Source
Unsere Welt ist bunt! Aber: In Wirklichkeit gibt es diese Farben gar nicht. Jetzt erwiderst du vielleicht, dass du diese Farben doch ganz deutlich vor dir sehen kannst. Ja! Aber all diese Farben entstehen erst in unserem Kopf: Nur durch unser Gehirn wird die Welt bunt! Dabei passieren viele verschiedene Dinge gleichzeitig, ohne dass wir etwas davon merken! Sozusagen eine geheimnisvolle Farbenverschwörung!

Ohne sie sehen wir schwarz: Lichtstrahlen!

Licht erscheint uns weiß. Was wir dabei nicht sehen: Dieses weiße Licht ist ein Gemisch aus vielen verschiedenen Farben. Und: Licht verbreitet sich in Wellen – ganz ähnlich wie die Wellen im Meer. Natürlich kann man sie nicht hören! Sie sind trotzdem überall um uns rum. Und es gibt verschiedene: kurze, mittlere und lange Lichtwellen. Jede Farbe hat ihre eigenen: Die Farbe blau hat zum Beispiel ganz kurze, rot ziemlich lange Wellen. Alle Wellen zusammen ergeben weißes Licht. Wie das von der Sonne!

Um uns herum trifft das weiße Sonnenlicht, in dem alle Farben drinstecken, auf alle möglichen Gegenstände. Durch deren Oberfläche gehen manche Wellen einfach hindurch und verschwinden im Inneren. Andere Wellen können nicht durch: Sie werden an der Oberfläche zurückgeworfen – reflektiert. Und nur diese Lichtwellen treffen in unsere Augen. Dass unsere Augen zurückgeworfene Wellen sozusagen sammeln, merken wir nicht. Brauchen wir auch nicht, unsere Augen können das gut alleine. Na ja, vielleicht nicht ganz allein ...

Synästhesie – Farben hören, Töne sehen
Türe und Feder (c) Getty Images Ein Mensch kann Dinge ganz verschieden wahrnehmen: Er kann sehen, hören, riechen, schmecken oder tasten. Ein Bild kann schön aussehen, eine Musik kann sich gut anhören. Doch kann man Musik sehen? Oder den Himmel schmecken? Kaum zu glauben, dass das geht.

Aber: Es gibt Menschen, die können das. Bei ihnen sind die Sinne, also zum Beispiel das Sehen und das Hören, ganz eng verknüpft. Synästhesie heißt diese Besonderheit. Das Wort kommt aus dem Griechischen und heißt "Zusammen-Empfinden". Solche Synästhetiker sehen zum Beispiel immer eine Farbe, sobald sie ein Geräusch oder einen Ton hören. Dazu haben die meisten auch ein Gefühl in den Fingern, als ob sie den Ton anfassen könnten. Das kann sich flauschig, aber auch hart oder pieksig anfühlen. Nur einer von 500 Menschen hat so eine Fähigkeit. Welches Geräusch welche Farbe hat, das ist Zufall und auch bei jedem Synästhetiker anders. Als Kinder dachten viele Synästhetiker, dass sie ein bisschen seltsam sind. Weil sie zum Beispiel von hellblauem, flauschigem Türenquietschen gesprochen haben und keiner sie verstanden hat. Mittlerweile wissen sie, dass doch alles ganz normal ist und sie nur eine besondere Fähigkeit haben.


Unser Seh-Team: Auge und Gehirn!

Ein Auge (c) Digital Stock
Wenn wir uns im Spiegel anschauen, sehen wir von unserem Auge nur einen kleinen ovalen Ausschnitt: dunkle Pupille, blaue, grüne oder graue Iris drumherum und ein bisschen weiße Hornhaut links und rechts davon. Dabei ist unser Auge eigentlich kugelrund und viel größer: ungefähr so groß wie ein Tischtennisball. Innen auf seiner Rückseite liegen ganz bestimmte Zellen – dicht gedrängt: Sehsinneszellen.

Die Sehsinneszellen sind winzig: 100 Millionen davon passen in jedes Auge. Es gibt zwei verschiedene Sorten: Stäbchen, damit unterscheiden wir schwarz und weiß und alle Grautöne. Und Farben sehen wir mit den Zapfen. Beide Sehsinneszellensorten sind empfindlich und wachsam: Sobald von irgendwo Lichtwellen ins Auge treffen, schlagen sie Alarm!

Buntes Nähgarn (c) Getty Images
Dieser Alarm geht direkt ans Gehirn. Zu dem hat unser Auge nämlich einen heißen Draht: den Sehnerv! Es melden sich aber nicht immer alle Zapfen. Jede Zapfensorte schlägt nur bei einer bestimmten Lichtwellensorte Alarm! Und für alle Farben der Welt brauchen wir nur drei Sorten Zapfen: blau, grün und rot. Den Rest erledigt unser Gehirn: Aus blau, grün und rot mischt es alle Farben zusammen.

Mädchen mit Fingerfarben (c) Rubberball
Fällt zum Beispiel ganz kurzwelliges Licht ins Auge, melden das die Zapfen für die Farbe blau an unser Gehirn. Fällt auch noch langwelliges Licht auf die Zapfen, melden auch die Zapfen für rot das unserem Gehirn. Wenn sie beide das gleichzeitig tun, mischt unser Gehirn diese beiden Meldungen zusammen - ähnlich wie wir im Farbkasten - und sagt uns: "Der Gegenstand ist lila!"

Simone Wichert


 
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