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Echo - Zurückgeworfene Schallwellen
Stand: 12.03.2009
Vielleicht warst du auch schon mal in den Bergen und hast probiert, was dort viele Menschen tun: ganz laut "haaaaalloooo" rufen oder seinen eigenen Namen oder die Frage "Wer ist der Bürgermeister von Wesel?" und hören, ob davon etwas zurückkommt. Also probiert, ob es ein Echo gibt.
Überall ist Schall
Wecker klingeln, Menschen sprechen, Autos bremsen, Vögel zwitschern, Glocken läuten und und und – ständig sind jede Menge Geräusche um uns herum. Geräusche, also Töne oder Schall entstehen, wo etwas schwingt: unsere Stimmbänder, die Saiten von Musikinstrumenten, ein Glockenkörper, auch der Boden schwingt leicht unter unseren Schritten. Diese Schwingungen kann man meist nicht sehen, sie sind viel zu klein und zu schnell. Aber sie breiten sich aus: in Wellen. So ähnlich, wie die Wellen, die entstehen, wenn man einen Stein ins Wasser wirft – in alle Richtungen gleichmäßig. Dadurch sehen wir nicht nur, was passiert, sondern hören es auch: Schallwellen dringen in unser Ohr und bringen das Trommelfell zum Schwingen. Ohne diese Schallwellen wäre es ziemlich still auf der Welt!
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Kein Pieps zu hören: im Weltall.
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Weltall ohne Schallwellen
So still ist es zum Beispiel im Weltall. Dort können sich Schallwellen nicht ausbreiten, denn es gibt dort nichts, was sie zu unseren Ohren weiterleitet: keine Luft und auch kein Wasser. "Töne aus dem Weltall", wie man sie manchmal in Filmen hört, sind also nur eine Erfindung.
Hier auf der Erde aber ist um uns herum überall Luft. Sie besteht aus winzigsten Teilchen: den Molekülen. Schlagen wir zum Beispiel eine Glocke an, beginnt die zu schwingen, stößt dabei an die kleinen Luftmoleküle um sie herum, die beginnen auch zu schwingen und stoßen dabei selbst wieder eine Reihe Moleküle an. So breiten sich die Schallwellen von der Glocke aus. Sobald dann schwingende Luftmoleküle an unser Trommelfell stoßen, hören wir den Glockenton auch. Das alles geht sehr schnell: 340 Meter in der Sekunde – so schnell sind Schallwellen in der Luft! Könnte man auf dem Fahrrad mit Schallgeschwindigkeit fahren, wäre man von München aus in einer guten halben Stunde in Hamburg!
Wo Schall abprallt
Mauern und Wände bremsen den Schall. Durch feste Stoffe kommen seine Wellen nicht durch. Geräusche oder Worte prallen zum Beispiel an den Kirchenwänden ab - und kommen dann von allen Seiten wieder zu uns zurück. Das klingt ein bisschen wie der kleine Bruder vom großen Echo. Ein richtiges Echo ist das nämlich noch nicht: Einzelne Wörter können wir dabei meist nicht verstehen. Von allen Seiten mischen sich die Schallwellen zum sogenannten Nachhall zusammen.
Wo Schall lange nachhallt
Etwas Ähnliches wie in der Kirche passiert auch im Gebirge: Auch durch Berge können Schallwellen nicht durch. Wenn man also im Gebirge – vor allem in der Nähe von richtig steilen Bergwänden – etwas laut ruft, werden auch diese Schallwellen zurückgeworfen. Sie prallen aber meist nur an ein oder zwei Bergwänden ab. Die sind noch dazu weiter entfernt – so brauchen die Schallwellen ein bisschen länger, bis sie wieder zurückkommen und in unser Ohr treffen.
Dabei werden sie auch immer leiser. Natürlich wird alles, was wir rufen, auch wieder zurückgeworfen. Verstehen können wir davon aber meist nur das letzte Wort, denn das Echo ist schneller wieder da, als wir mit dem Rufen fertig sind. Deswegen ist des Echos Antwort auf unsere Frage "Wer ist der Bürgermeister von Wesel?" natürlich? Klar: "Esel!"
Simone Wichert
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