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Porzellan - War was für Angeber

Stand: 03.06.2013


Porzellan aus dem Jahr 1912 (c) dpa




















Porzellanschwein (c) Getty Images
Wenn uns heute eine Porzellantasse auf den Boden fällt und dabei kaputt geht, ist das ärgerlich, aber keine Katastrophe. Vor mehr als dreihundert Jahren wäre das sehr viel schlimmer gewesen, denn Porzellan war damals sehr, sehr teuer: So teuer wie Gold!

Im Mittelalter, als die Männer noch als Ritter unterwegs waren, wurde das Porzellan in China erfunden. Marco Polo hat es dann nach Europa gebracht. Die Menschen waren erstaunt über dieses hauchdünne, glänzende Material. Wie begeistert waren die Prinzessinnen, Prinzen und Fürsten von den zarten Porzellantassen, Tellern und Vasen, die von China zu uns mit Schiffen transportiert wurden!

Porzellan zum Prahlen

Heute geht's billiger:
Im Laufe der Zeit wurde das Porzellan immer billiger. Heute übernehmen nämlich Maschinen viele Schritte bei der Porzellanherstellung.
Während das einfache Volk aus groben Tonschalen Brei löffelte, konnte man am Hof mit dem hauchdünnen Porzellan angeben! Je mehr Tassen, Teller, Vasen und Figuren man aus dem "weißen Gold" vorzeigen konnte, umso angesehener war man! Porzellan war also richtig was für Angeber!


Ein gefährliches Geheimnis

Hier wird Porzellanerde abgebaut. Klick die Lupe!
Kein Wunder, dass an vielen Höfen heimlich nach dem Porzellanrezept geforscht wurde. Das war aber gar nicht so einfach! Die Menschen haben Jahrzehnte experimentiert und überlegt. In Deutschland experimentierte hauptsächlich Ehrenfried Walther von Tschirnhaus mit der Porzellan-Herstellung herum. Auch Johann Friedrich Böttger versuchte Porzellan herzustellen. Im Jahre 1708 war es dann endlich soweit: Von Tschirnhaus und Böttger stellten in Dresden das erste Porzellan außerhalb von China her. Bei Dresden hatten sie die weiße Porzellanerde gefunden und ausgegraben und es war ihnen gelungen, den Porzellanteig richtig zu brennen.

Von Tschirnhaus starb kurz darauf und Johann Böttger durfte das Porzellangeheimnis an der Dresdner Porzellanmanufaktur nur zwei Personen verraten und jedem davon nur die Hälfte. Unglaublich gefährlich lebten die Geheimnisträger, denn andere Höfe versuchten, die Männer zu bestechen und ihnen das Geheimnis zu entlocken. Das ist auch passiert, so dass es auch in Wien und Nymphenburg in München neue Porzellanmanufakturen gab.

Kristina Dumas

 
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