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Mikroben – Nichts geht ohne sie

Stand: 03.01.2012


Mikroskop und Mikroben (c) Getty
So klein sind Mikroben - nur durchs Mikroskop zu erkennen!
Wir Menschen sind ja wahrlich großartige Architekten und Bauarbeiter. Was haben wir nicht alles geschaffen: jede Menge riesiger Wolkenkratzer, ewig lange Eisenbahnstrecken, hohe Brücken und tiefe Tunnel. Doch trotz all der Anstrengungen: Es gibt noch jemanden, der besser ist als wir. Die größten Baumeister der Erdgeschichte sind die Mikroben. Mikroben, das sind winzig kleine Lebewesen, man nennt sie auch Mikroorganismen. Zu ihnen gehören Bakterien, Viren, Mini-Pilze und Algen. Nur durchs Mikroskop können wir die Mikroben erkennen: Bakterien zum Beispiel schauen aus wie kleine Kügelchen oder manchmal auch wie Stäbchen. Und diese Minis sind tatsächlich die Baumeister unserer heutigen Welt. Schau mal:

Verschiedene Formen ...
Manche machen krank ...
Heut schon die Zähne geputzt?
 

Kleine Baumeister ganz groß

Auch Mikroben: die Kieselalgen.
Vor 3.500 Millionen Jahren waren die Mikroben die ersten und einzigen Lebewesen auf der Erde. Hier gab es damals ein riesiges Meer. Der Ozean bedeckte fast den ganzen Planeten. Gigantische Massen von Bakterien besiedelten zu dieser Zeit den Meeresboden. Wie eine Art lebender schleimiger Teppich überzogen sie riesige Gebiete. Die einzelnen Bakterien waren untereinander mit Zuckerfäden verbunden. Im Meer schwammen viele aufgelöste Mineralstoffe – zum Beispiel Kalzium. Das Kalzium blieb in den Zuckerfäden hängen und wurde immer mehr. Die Mikroben gaben noch ein paar andere Stoffe aus ihrem Stoffwechsel dazu und so entstanden langsam aber stetig richtig hohe Kalksteine. Ganze Gebirgszüge sind so gewachsen, teilweise hunderte von Metern hoch.

Haben Bakterien einen Mund?

Bakterien sind sehr klein, man kann sie nur unter dem Mikroskop sehen. Sie können nur ganz kleine Nahrungsstücke zu sich nehmen. Aber wie? Klick den roten Pfeil!

Ohne Mikroben kein Sauerstoff

Auch bei uns in Bayern haben die kleinsten Baumeister der Erdgeschichte Großes geschaffen. Wir verdanken ihnen die bayerischen Kalkalpen und die fränkische Alb. Doch auch, dass wir Menschen entstanden sind und heute auf der Erde leben, haben wir den Mikroben zu verdanken.

In Petrischalen werden Bakterien gezüchtet und untersucht.
Als die Mikroben vor 3.500 Millionen Jahren die Erde besiedelten, gab es hier noch keinen Sauerstoff. Purer Sauerstoff ist sehr giftig. Hätte es von Anfang an auf unserem Planeten Sauerstoff gegeben, wäre hier wahrscheinlich gar kein Leben entstanden. Die Mikroben kamen sehr gut ohne Sauerstoff zurecht. Doch nach einigen Millionen Jahren entstand eine neue Bakterienart: die Cyanobakterien. Wie unsere Pflanzen heute stellten sie damals aus Licht, Kohlenstoff und Wasser Sauerstoff her – das gab's noch nie!

Ohne Mikroben keine Autos?

Dieser Sauerstoff reagierte zunächst einmal mit all dem Eisen, das im Ozean aufgelöst umherschwamm. So entstanden die großen Eisenvorkommen auf der Erde, ohne die wir heute keine Autos, Schiffe und viele andere Dinge bauen könnten. Als alles Eisen verfestigt war, sammelte sich der Sauerstoff auf der Erdoberfläche, vermischte sich mit anderen Gasen und wurde so zu der Luft, die wir heute so dringend zum Atmen brauchen. Erst mit dieser neuen Erdatmosphäre entwickelten sich dann die Pflanzen, Tiere und schließlich auch die Menschen.

Mikroben in der Überzahl

Doch auch heute sind die Mikroben auf unserem Planeten immer noch in der Überzahl. Wissenschaftler gehen davon aus, dass es auf der Erde etwa zehn Millionen unterschiedliche Arten von Lebewesen gibt. Die meisten Arten davon sind mikroskopisch klein und gehören darum zu den Mikroben. Ohne diese kleinen Spezialisten würde uns einiges fehlen. Wir brauchen sie zum Beispiel zum Bier brauen, Brot backen, für den Komposthaufen und für die Verdauung.


Nicole König

 
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