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Angst – Zum Beispiel vor Spinnen

Stand: 30.01.2011


Angst (c) John Foxx Images
Angst bekommen wir vor allem vor Tieren und Sachen, die wir nicht kennen. Wir können dann nicht einschätzen, ob sie uns vielleicht gefährlich werden.

Angst ist also eigentlich etwas Gutes, denn sie schützt uns: Sie lässt uns vorsichtig werden und macht uns bereit, schnell zu flüchten.

Unbegründete Angst aber ist nicht gut und man kann sie sich sogar abgewöhnen. Dazu gehört, dass man das, wovor man Angst hat, genau kennt.


Keine Angst vor Spinnen!

Spinnen (c) Getty Images
Was machst du, wenn du eine Spinne siehst? Die Menschen reagieren da ziemlich verschieden: Manche finden Spinnen vielleicht nicht gerade schön, aber sie sehen ihnen gerne beim Netzbau zu. Manche finden sie ein bisschen eklig. Manche jagen sie aus dem Haus. Manche können beim Anblick einer Spinne nur laut schreien und nehmen Reißaus, so schnell es geht. Und du?

Solltest du Angst vor Spinnen haben und am liebsten vor ihnen weglaufen wollen, bist du damit nicht allein: Viele Menschen haben nämlich Angst vor ihnen. Die übertriebene, also krankhafte Angst vor Spinnen hat sogar einen Namen: Arachnophobie.

Spinnen hier bei uns in Europa sind völlig harmlos und man muss eigentlich keine Angst vor ihnen haben. Sie sind krabbelig und wuselig, tauchen schnell irgendwo auf, klettern am Körper hoch und weil man so schlecht vorhersehen kann, was sie als nächstes tun – vielleicht übers Bett oder in die Kleider kriechen - mögen viele Menschen Spinnen nicht. Wer aber richtig Angst vor ihnen hat, krankhafte Angst, der fängt beim Anblick einer Spinne an zu schwitzen, bekommt Herzrasen und würde am liebsten sofort schreiend wegrennen. Und manche tun das auch.

Woher kommt die Spinnenangst?

Forscher rätseln noch, woher Spinnenangst kommen könnte. Viele Menschen mit Spinnenangst haben Eltern, die sich ebenfalls davor fürchten. Spinnenangst könnte also schon als Kind angelernt sein. Manche Forscher meinen, Spinnen haben einen ganz anderen Körperbau als Menschen und darauf würden Menschen instinktiv mit Angst reagieren. Aber: Erstens hat nicht jeder Angst vor Spinnen und zweitens: Auch Elefanten – wie eigentlich die meisten Tiere – sehen ganz anders aus als wir und kaum jemand hat wirklich Angst vor ihnen.

Wer seine Spinnenangst loswerden will, darf nicht vor ihnen flüchten, sondern muss genau das Gegenteil machen: Ganz nah hingehen, sie anschauen, sie später auch anfassen – zuerst nur die kleinen und irgendwann auch die ganz großen. Dabei kann ein Arzt helfen. Und eine solche Therapie hat meistens Erfolg: Besonders viele Menschen, die ihre Spinnenangst bekämpft haben, halten sich hinterher Spinnen als Haustiere – und oft die ganz großen: Vogelspinnen!

Simone Wichert


 
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