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Brause - Prickelt und blubbert

Stand: 05.08.2009


Brause (c) BR/Wichert
Magst du sie auch so gerne? Brausepulver, Brausestäbchen, Brausebrocken, Brausebonbons, Brauselollys, Brausebärchen – es prickelt in allen Formen und Farben.

Und inzwischen auch in vielen Geschmacksrichtungen: Waldmeister, Himbeer, Zitrone, Orange, Cola, Banane, Pfirsich oder Erdbeere ...



Das lässt Brause prickeln

Weinsäure und Natron, außerdem Zucker und Süßstoffe, Farbstoffe und Aromen, das ist in den kleinen Brausetütchen drin. Weinsäure und Natron bringen die Brause zum Sprudeln: Wenn man beides zusammen in Wasser schüttet, reagiert die Weinsäure chemisch mit dem Natron. Dabei entsteht ein Gas, das Kohlendioxid. Dieses Gas bringt auch Limonade oder Mineralwasser zum Sprudeln. Es blubbert im Wasserglas oder prickelt auf der feuchten Zunge.

Auch Oma und Opa hatten schon Brause

Brausepulver gibt es schon ziemlich lange: Es wurde schon vor mehr als hundert Jahren hergestellt. Nur hat es nicht immer so ausgesehen und geschmeckt wie heute: In England musste man ganz zu Anfang zwei verschiedene Tütchen kaufen, in der einen war das Natron, in der anderen die Weinsäure. Erst kurz vor dem Trinken durfte man beides zusammenschütten. Oder man hat das Pulver in den Mund genommen und mit Wasser hinterhergespült. Schließlich wollte man vor allem spüren, wie es blubbert! Und nicht jedes Brausepulver war aromatisiert – die Weinsäure macht es sowieso leicht säuerlich. Aber es gab auch Geschmacksrichtungen wie Pfefferminz oder Ingwer.

Schon gewusst?
Zwei Brausetabletten (c) Digital Stock Brausepulver hat auch früher schon Medizin zu einem angenehmerem Geschmack verholfen: Bronchitis und Tuberkulose wurden zum Beispiel mit Schwefel behandelt. Und das schmeckt ziemlich eklig! Zusammen mit Brausepulver war es erträglich. Brause in der Medizin gibt es heute immer noch: auch als Brausetablette.


Limonade für alle!

Brausetablette (c) Digital Vision
Die erste deutsche Brause hat nach Orange oder Zitrone geschmeckt. Fürs Aroma wurden damals noch Fruchtsäfte mit Rohrzucker eingekocht.
1925 wurde das "Brauselimonaden-Pulver für alle Bevölkerungsschichten" erfunden: Diese "Limonade für alle" sollte sich jeder leisten können! Zwei Pfennig – also einen Cent – kostete so ein Tütchen damals! Ganz zu Anfang war gar kein Brausepulver in den Tütchen, sondern zwei Tabletten – natürlich aus Natron und Weinsäure. Die musste man in einem Glas Wasser auflösen. Und hatte so schnell ein leckeres sprudeliges Getränk.


Simone Wichert


 
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