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Zugvögel - Reisen um die ganze Welt

Stand: 22.03.2016


Zugvögel (c) dpa
Würden alle Bayern gleichzeitig in den Urlaub fahren, wären ungefähr zwölf Millionen Menschen auf den Straßen und wir hätten einen Riesenstau. Aber das passiert ja Gottseidank nicht. Im Tierreich passiert das schon – nämlich dann, wenn sich die Zugvögel auf die Reise machen. Zwölf Millionen – ha, da können die Zugvögel nur lachen. Allein in Europa sind im Frühjahr sechshundert Millionen Vögel auf dem Weg nach Hause.
Sechshundert Millionen, die im Frühling möglichst schnell nach Hause wollen. Nach Norden fliegen sie oft doppelt so schnell als nach Süden. Wer nämlich zuerst kommt, mahlt zuerst. Der bekommt das schönste Brutrevier und auch das schönste Weibchen.

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Von Kurz-, Mittel- und Langstreckenziehern. Klick den roten Pfeil!

Die Tricks und Kniffe der Zugvögel

Schneegänse (c) Getty Images
Schneegänse machen eine kleine Rast.
Um die irrsinnig großen Strecken zu überwinden, hat jede Vogelart so ihre Tricks und Methoden.

Die absoluten Überflieger

Die Gänse steigen auf ihrem Zug auf Rekordhöhe, nämlich bis auf 10.000 Meter! Dort oben ist es bitterkalt. Die Gänse stecken durch ihre isolierten Daunenfedern aber auch minus fünfzig Grad weg!

Der sparsamste Non-Stop-Flieger

Die Pfuhlschnepfe hat den Rekord im Weitflug ohne Pause aufgestellt: Bis zu 11.500 Kilometer hat sie zurückgelegt, ohne auch nur einmal Rast zu machen. Ihr "Treibstoff" ist angefressenes Fett. Außerdem zieht sie zusätzlich Energie aus ihren Organen: Der Darm schrumpft um die Hälfte und auch die Muskeln werden kleiner. Erst wenn die Pfuhlschnepfe in ihrem Brutgebiet angekommen ist, wachsen die Organe wieder nach.

Eile mit Weile

Der Baumpieper geht wie andere Singvögel seinen Langstreckenflug nach Afrika langsam an. Bis Spanien fliegt er oft nur drei bis fünf Stunden am Stück. Dann wird gerastet, um sich weiter Fettpolster anzufressen. Manchmal dauert die Rast auch Tage. Erst in Spanien haben die Baumpieper dann alle Fettpolster unter der Haut zusammen – sie wiegen fast doppelt so viel wie normal. Das ist auch nötig, denn die Strecke übers Mittelmeer und die Wüste ist besonders schwierig und die Vögel müssen dann große Strecken am Stück fliegen - manchmal Tag und Nacht. Ihr Winterquartier ist erst südlich der großen Sahara.

Orientierung
Um ihr Winterquartier zu finden, brauchen Zugvögel einen wirklich guten Orientierungssinn. Vögel können sich dabei genauso wie Menschen an dem Stand der Sonne oder auch den Sternen orientieren, um ihren Weg zu finden. Und sie haben zusätzlich noch einen eingebauten Kompass - im Auge oder auch im Schnabel. Damit erkennen sie das Magnetfeld der Erde - also die Kraft, die unsere Kompassnadel immer nach Norden zeigen lässt - und wissen, wo sie sind. Man nennt das Magnetsinn. Wie er beim Vogel funktioniert, das wissen sogar Forscher heute noch nicht ganz genau - und auch nicht, wo im Vogel sich vielleicht noch ein Kompass versteckt.


160 Kilometer pro Stunde im Schlaf

Kanadagänse im Wasser (c) Getty Images
Auch diese Gänse verschnaufen mal kurz!
Der Mauersegler ist auch so einer, der ununterbrochen fliegt. Er schläft nämlich sogar im Flug. Eine Gehirnhälfte macht Pause und ein Auge ist zu. Mit der anderen Hälfte bleibt er wach. Mit bis zu 160 Sachen saust er so schlafend durch die Lüfte.

Rekord-Flug mit Brotzeit-Pausen

Sie brütet sie in der Arktis und den Winter verbringt sie in der Antarktis: Jährlich fliegt die Küstenseeschwalbe deshalb 40.000 Kilometer – also einmal um die komplette Erde. Kleine Pausen legt sie da natürlich schon ein. In ihrem Leben legt sie eine Million Flugkilometer zurück: Damit hätte sie locker bis zum Mond und zurück flattern können!

Geisterflieger
Eigentlich wissen Zugvögel von Geburt an, wann sie wohin fliegen müssen. Manchmal verfliegen sie sich aber. Interessant, dass sie sich manchmal in der Richtung irren, aber nie in der Entfernung. Anstatt 1.200 Kilometer nach rechts zu fliegen, fliegen sie also exakt 1.200 Kilometer nach links.


Immer auf dem Schirm

Zwei Kuckucke mit Satellitensender auf dem Weg nach Afrika ... radioMikro-Reporterin Katharina Mutz hat sich das mal genauer angeschaut - klick den kleinen Startknopf!

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Kuckuck(e), wo seid ihr?  
Möchtest du auch mal schauen, wo Reinhard und Richard oder die vielen anderen Kuckucke gerade sind? Das kannst du auf den Seiten des Landesbundes für Vogelschutz, des LBV! Klick den Pfeil!


 
  www.lbv.de - "Kuckuck, wo bist du?" vom LBV


Wirklich kein Vogelstau?

Auch bei den Vögeln gibt es ab und zu einen kleinen Stau. Wenn sie nämlich über die Alpen fliegen, gibt es bestimmte kleine Täler, wo die dann rüberfliegen müssen. Und da kann es sich schon mal stauen und einige Vögel müssen warten, bis auch sie die günstigen Aufwinde ausnützen können. Dass die Vögel aber in der Luft stehen und stundenlang warten, passiert natürlich nicht!


Tina Gentner und Silke Schmidt-Thrö


 
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