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Kugelschreiber – Mine mit wischfester Tinte

Stand: 17.01.2012


Röntgenbild eines Kugelschreibers (c) Getty Images
Röntgen-Bild eines Kulis: Mine und Feder sind gut zu erkennen.
Wenn du schon mal einen Kugelschreiber auseinandergenommen hast, dann weißt du, was in seiner Plastikhülse steckt: eine Feder und eine Mine. In dieser Mine ist eine ganz besondere Kugelschreiber-Tinte – und so viel davon, dass man damit ungefähr einen ein Kilometer langen Strich machen kann. Bei normalem Gebrauch hält die Mine etwa ein Jahr lang.

Bevor der Kugelschreiber erfunden wurde, hat man eine Gänsefeder in flüssige Tinte getaucht und damit geschrieben. Das hat manchmal fürchterlich gekleckst oder die Tinte ist verwischt, weil es lang gedauert hat, bis sie getrocknet ist. Außerdem war die Feder schnell leer geschrieben und man musste sie wieder in die Tinte tauchen.

20 Jahre Tüftelei

Murmeln (c) Getty Images
Auch mit Murmeln hat Bíró experimentiert!
Den Ungarn László József Bíró hat das alles sehr gestört. In den 1920-er Jahren hat er bei einer kleinen ungarischen Zeitschrift in Budapest gearbeitet. Als er den Zeitungsdruckmaschinen zuschaute, kam ihm eine Idee: Gute Tinte dürfte nicht so flüssig sein und müsste so schnell trocknen wie die Druckfarbe, mit der Zeitungen gedruckt werden. Diese Farbe ist allerdings sehr fest und würde schon in der Mine eintrocknen, noch bevor sie überhaupt zur Federspitze fließen könnte. Bíró hat mit Farben, Pasten, Ölen und kleinen Kügelchen experimentiert: Fast zwanzig Jahre lang hat es gedauert, bis er dann 1938 seine Erfindung zum Patent angemeldet hat: den golyóstoll, die "Kugelfeder".

Zwei Unterschiede zum Füllfederhalter

  • Die Mine:
  • Ein Kugelschreiber hat keine Feder, sondern innen drin ein Röhrchen mit Tinte. Das wird vorne von einer kleinen beweglichen Kugel verschlossen. Im Röhrchen – also in der Mine – kommt Farbe an die Kugel, die dreht sich beim Schreiben und gibt die Farbe auf der anderen Seite ans Papier ab.
  • Die Tinte:
  • Sie besteht aus festen und flüssigen Teilen: die flüssigen werden beim Schreiben gleich vom Papier aufgesaugt. Die festen bleiben auf dem Papier und sind sofort trocken. Ein Kugelschreiber schreibt auch noch da, wo normale Tinte sofort eintrocknen würde: im Flugzeug zum Beispiel. Nur: Wenn Kugelschreibertinte erst einmal trocken ist, geht sie nicht mehr weg.


Vom Kugelschreiber zum Deo-Roller

Kugelschreiber (c) Getty Images
Heutzutage werden überall auf der Welt jede Menge Kugelschreiber hergestellt – allein in Deutschland jedes Jahr 150 Millionen Stück. Und noch heute trägt der Kugelschreiber in vielen Ländern auf der ganzen Welt den Namen seines Erfinders: biro in England, birome in Südamerika, biro in Italien, biron in Frankreich …

Übrigens: László Bíró hat nicht nur den Kugelschreiber erfunden. Ein Röhrchen mit Kugel vorne dran – damit könnte man doch auch Parfüm auf die Haut auftragen? Und damit hat Bíró auch einen Vorläufer des Deo-Rollers erfunden.

Simone Wichert


 
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