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Schokolade - Wertvolle Bohnen aus Mittelamerika

Stand: 25.02.2016


Schokoladiges (c) Stockbyte






















Kakaobohnen (c) Photo Alto
Sieht aus wie Kaffee - sind aber Kakaobohnen!
Schon vor 1.400 Jahren hat das Volk der Maya in Mittelamerika chocol haa, also den Kakao, angebaut. Später haben dann die Azteken herausgefunden, dass man die gemahlenen Kakaobohnen trinken kann und ihren Wasser-Kakao-Mix xocolatl genannt.

Die Kakaofrucht wächst auf einem Baum, ist gelb-orange und sieht ungefähr so aus wie ein eiförmiger Rugbyball. Sind die Früchte aufgeschlagen, kann man die dreißig bis vierzig braunen Kakaobohnen mitsamt einer glibberigen Masse, der Fruchtpulpe, herausholen und in einen Korb füllen. Dort bleiben sie dann ein paar Tage liegen, um noch einen besseren Geschmack zu bekommen. Die Bohnen werden dann ohne Fruchtpulpe auf Bananenblättern zum Trocknen in die Sonne gelegt.

Kakaobohnen (c) Photo Alto
Was man für drei Kakaobohnen damals wohl kaufen konnte?
"Das macht dann sieben Kakaobohnen, bitte!"

In alter Tradition feierten die Azteken und Maya mit Trommlern und Tänzern. Zu den Festen wurde Kakao serviert, gewürzt mit Chili oder Pfeffer. Da alle Völker in Mittelamerika die Bohnen sehr schätzten und sie durch ihre Härte schwer kaputt zu kriegen waren, wurde die Kakaobohne auch wie Geld verwendet. So wurden zum Beispiel Tiere oder Werkzeuge gegen Kakaobohnen getauscht. Allerdings taugte die Bohne nur dann zum Tauschen oder Bezahlen, wenn sie besonders schön geformt war und eine einheitliche braune Farbe hatte.

Der Kakao und die Spanier

Als der spanische Eroberer und Seefahrer Hernán Cortés im 16.Jahrhundert nach Mittelamerika kam und das Land mit seinen Männern besetzte, probierte er auch den Kakao. Die zermahlenen Bohnen mit Wasser schmeckten ihm aber nicht: Viel zu bitter! Erst als die Spanier Vanille und Honig in den Kakao mixten, wurde das Getränk erfolgreich.

Die Spanier mischten die Getränkenamen chocol haa von den Maya und xocolatl von den Azteken zu "chocolatl". Übersetzt heißt das so viel wie "heißes Wasser". Da die Spanier aber das "tl" am Ende nicht gut aussprechen konnten, machten sie daraus ein "te" und der Name chocolate war entstanden.

Schokolade für alle!

Schokolade (c) Food Collection
Mit großen Schiffen brachten die Spanier die Kakaobohne nach Europa. Zunächst konnten nur reiche Leute Schokolade trinken, denn das Zermalen der Bohne und das Vermischen mit Honig war teuer. Die Produktion wurde einfacher und billiger, als Mitte des 19. Jahrhunderts Maschinen zum Zerkleinern der Bohnen erfunden wurden.

Heute mischt man zu dem braunen Kakaopulver noch Milch, Zucker und Kakaobutter, verrührt die klebrige Masse einige Zeit und gießt sie dann in Formen. So entstehen Schokoosterhasen, Schokonikoläuse oder auch Schokoladentafeln.

Macht Schokolade glücklich

Wir meinen: bestimmt! radioMikro-Reporterin Alena Gulau weiß Genaueres und verrät es dir mit Klick auf den Startknopf!

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Schokolade macht gesund, schlank und glücklich!?
Glückliches Kind (c) Image Source In den USA haben Wissenschaftler 1.000 Frauen und Männer gebeten, bei einer Studie mitzumachen. Untersucht wurde, wie sich diese Menschen ernährten, wer von ihnen wie viel Schokolade aß, wie viel Sport trieb und bei wem sich in der untersuchten Zeit wie viel Fett am Bauch absetzte. Dazu wurde der sogenannte Body-Mass-Index verwendet, eine Methode, um die Größe und die Figur eines Menschen mit seinem Gewicht zu vergleichen.

Das Ergebnis: Diejenigen unter den untersuchten Personen, die täglich Schokolade aßen, hatten einen deutlich besseren Body-Mass-Index, als diejenigen, die gar keine Schokolade gegessen hatten. Und zwar unabhängig davon, ob es Milchschokolade war oder Bitterschokolade. Die Gründe dafür müssen allerdings noch untersucht werden.

Bekannt ist, dass im Kakao - und somit auch in der Schokolade - jede Menge gute Dinge drin sind: Kalzium, Eisen und Magnesium zum Beispiel. Außerdem ein Stoff namens Theobromin. Eine Substanz, die bei Menschen gute Laune verursachen kann. Hunde, Katzen und Pferde dagegen vertragen diesen Stoff gar nicht. Deswegen: Keine Schokolade für die Haustiere! Für die Menschen aber schon, denn Schokolade schmeckt nicht nur gut, sie hilft auch ein kleines bisschen gegen schlechte Laune und sie macht eben nicht dick. Sondern im Gegenteil schlank.

Aber einen Haken hat die Geschichte doch. Das alles gilt nur bei normalem Schokoladengenuss. Also in normalen Mengen. Wer sich zu viel reinstopft, wird eben doch dick.


Die Speise der Götter - Kakao und Schokolade

radioMikro-Reporterin Nicole König hat einen Workshop für Kinder im Münchner Kinder- und Jugendmuseum besucht und dort noch mehr über die "Speise der Götter" erfahren. Hier kannst du dir ihren Bericht anhören - klick den Startknopf!

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Vielen Dank an die Mayas und die Azteken, dass sie den Kakao entdeckt haben!


Joachim Thiel und Börnie Schulz


 
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