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Sternschnuppen – Keine fallenden Sterne!

Stand: 31.12.2011


Sternschnuppe (c) dpa
Auf keinen Fall sind Sternschnuppen fallende Sterne oder Teilchen davon. Sterne sind nämlich riesig große, glühende Gasbälle, so wie unsere Sonne, oder sogar noch größer. Sie sehen nur so klein aus, weil sie viele Lichtjahre von uns entfernt sind.

Sternschnuppen dagegen sind erstaunlich klein: oft nur ein paar Millimeter große Teilchen oder Steinchen, die aus unserem Sonnensystem stammen. Mit einer Riesengeschwindigkeit fallen sie auf die Erde, weil sie von ihr angezogen werden. Während die Schnuppen dann durch die Erdatmosphäre – also die Luft, die die Erde umgibt – fliegen, werden sie und die Luft durch ihre starke Reibung so erhitzt, dass es leuchtet. Und wenn wir Glück haben, können wir am Himmel diese schönen Leuchtspuren sehen.

Fast wie Hände aneinander reiben
Wenn man die Hände reibt, werden sie warm. Auch Schnuppe und Luft reiben aneinander, allerdings so viel stärker, dass es nicht nur warm wird, sondern sogar leuchtet! Sternschnuppen rasen schließlich mit einer Geschwindigkeit von über 200.000 Stundenkilometern in Richtung Erde. Von München nach Nürnberg bräuchten sie gerade mal drei Sekunden.


Sternschnuppen aus Abfall?

Sternschnuppen bestehen aus unterschiedlichem Material. Zum Beispiel aus Teilchen, die durch Zusammenstöße von Miniplaneten abbrechen. Und manchmal sind Sternschnuppen tatsächlich nichts anderes als Abfall: Reste von Kometen, diesen Eis- oder Staubbrocken, die durchs All rasen. Und zwar wenn ein Komet seine Bahn um die Sonne zieht und die Erde auf ihrem Weg um die Sonne durch diese Kometenbahn fliegt. Dann fallen viele Überreste, die ein Komet auf seinem Weg hinterlassen hat, auf die Erde - als Sternschnuppen.

Meteorit (c) dpa
Riesig: ein Meteorit.
Gefallene Sternschnuppen

Manchmal kommt es sogar vor, dass man auf der Erde gefallene Sternschnuppen finden kann. Allerdings nur in Form von metallischen Steinbrocken. Die heißen Meteoriten. Am Himmel sind das dann die ganz großen, ganz hellen Schnuppen - auch "Feuerkugeln" genannt. Sie können sogar faustgroß oder noch größer sein. Und ganz selten kann man sie leicht donnern hören.


Ein kleines Sternschnuppen-Märchen
Früher hat man sich erzählt, dass die Engelchen immer die Sterne putzen, damit sie am Himmel schön hell leuchten. Manchmal fällt dabei ein kleines Stückchen ab und das kommt dann als Sternschnuppe zur Erde. Außerdem hat man früher die kleinen, glühenden Stückchen, die beim Docht-Abschneiden von Kerzen wegfielen, "Schnuppe" genannt. Daher der Name: Sternschnuppe.


Leoniden (c) dpa
Sternschnuppenstrom über Jordanien: die Leoniden.
Es gibt mehrmals im Jahr so genannte Sternschnuppenströme. Da fallen besonders viele Sternschnuppen auf die Erde. Der Grund ist dann die Nähe der Erde zu einer bestimmten Kometenbahn. Mitte April beginnt ein solcher Sternschnuppenstrom: die "Lyriden". Sie heißen so, weil sie scheinbar aus dem Sternbild der Lyra (lat. Leier) kommen. Am meisten Chancen, viele Sternschnuppen zu sehen, hat man um den 11. und 12. August. Da kommen die Perseiden. Pro Stunde können dann bis zu hundert Sternschnuppen fallen.

Viel Glück wünscht dir


Ursel Böhm

 
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