Schaltjahr - Ein besonderes Jahr in unserem Kalender

Schalttag 29. Februar (c) dpa
Nach unserem Kalender hat ein Jahr genau 365 Tage. Vom 1. Januar bis zum 31. Dezember. Das hängt mit der Sonne zusammen: Immer, wenn sich die Erde ein Mal um die Sonne gedreht hat, ist ein Jahr vergangen. Also hatten wir Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter.

Ein Schaltjahr ist eine Besonderheit in unserem Kalender. In einem Schaltjahr bekommt der Februar plötzlich einen Tag hinzu: den 29. Februar. Das liegt daran, dass die Erde nicht ganz genau 365 Tage für ihre Umdrehung braucht, sondern eigentlich 365 Tage, 5 Stunden, 48 Minuten und 46 Sekunden. Das bedeutet: Diese 5 Stunden, 48 Minuten und 46 Sekunden kommen jedes Jahr dazu. Nach genau vier Jahren hat sich also fast ein ganzer zusätzlicher Tag angesammelt. Diesen Tag muss man jetzt irgendwo im Kalender unterbringen. Und das macht man mit dem 29. Februar.

Wer ganz genau nachrechnet, der merkt aber, dass 4 mal 5 Stunden, 48 Minuten und 46 Sekunden gerechnet gar nicht einen ganzen Tag ergeben. Deshalb stimmt es auch nicht ganz genau, dass ein Schaltjahr alle vier Jahre in den Kalender eingesetzt wird. Es gibt noch zwei zusätzliche Regeln:
  • Immer, wenn sich eine Jahreszahl durch 100 teilen lässt, dann ist es kein Schaltjahr.
  • Wenn sich aber die Jahreszahl dafür durch 400 teilen lässt, ist es doch eins.
Ganz schön kompliziert. Aber das erklärt zumindest, warum das Jahr 2000 ein Schaltjahr war und warum das Jahr 2100 keines sein wird. Bis dahin ist es aber noch ein Weilchen. Und solange stimmt auch die Regel "Ein Schaltjahr ist alle vier Jahre".


Jolyne Klützmann