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Elektrizität - Was ist das?

Stand: 12.02.2008


Blitze am Himmel (c) Getty Images
Blitze - natürliche Elektrizität!
Hast du dir schon mal die Haare gewaschen, sie gekämmt und dann standen sie zu Berge? Oder du hast einen Wollpullover über den Kopf gezogen und es hat geknistert? Und dann sah deine Frisur aus, als hättest du dir die Haare im Handstand geföhnt?

All das hängt mit Elektrizität zusammen. Und die ist nicht nur Schuld an abstehenden Haaren, sondern auch an gewaltigen Naturphänomenen wie zum Beispiel Blitzen.



Was ist Elektrizität?
Schon vor 2.600 Jahren entdeckte ein griechischer Naturphilosoph
die Elektrizität: Er rieb ein Stück Bernstein an Wolle. Danach konnte er mit dem Bernstein kleinere leichte Gegenstände anziehen und sogar hochheben – entgegen den Gesetzen der Schwerkraft! Weil Bernstein auf griechisch "elektron" heißt, nannte er die verantwortlichen Teilchen "Elektronen" und alles, was da passierte, "Elektrizität". Elektrizität funktioniert aber nicht nur bei Bernsteinen.


Experiment 1: Der Zauberstab

Leg einen Papierschnipsel auf den Tisch. Nimm ein Plastiklineal und reibe es an einem Stück Wolle. Halte das Plastiklineal an den Papierschnipsel.
Was passiert?
Das Papier wird von dem Lineal angezogen!

Experiment 2: Die tanzende Schlange

Kleb ein zehn Zentimeter langes Stück Klebestreifen an die Tischkante. Kämm dir die Haare mit einem Plastikkamm. Halte den Kamm in die Nähe des Klebestreifens. Achtung: Funktioniert nur, wenn die Haare nicht fettig sind!
Was passiert?
Der Klebestreifen bewegt sich erst in Richtung Kamm und dann wieder weg - wie eine kleine tanzende Schlange, die an der Tischkante festgewachsen ist.


Erklärung:

Alle Dinge auf der Welt bestehen aus Atomen. Atome sind so klein, dass man sie nicht sehen kann. In so einem Atom gibt es verschieden geladene Teilchen: Manche sind positiv geladen, manche negativ. Normalerweise gibt es in einem Atom genauso viele positive Teilchen wie negative. Dann ist das Atom insgesamt neutral. Wenn man aber zum Beispiel ein Lineal an einem Wollstoff reibt, verlieren die Atome in der Wolle ein paar negativ geladene Teilchen. Die sitzen nämlich außen an den Atomen und gehen zuerst ab. Sie springen dann sozusagen auf das Lineal herüber. So kommt die Ladung in dem Lineal aus dem Gleichgewicht: Es ist jetzt negativ geladen.

Wieso zieht das Lineal das Papier an?

Den negativen Teilchen wird es zu eng auf dem Lineal. Sie wollen gern auf einen anderen Gegenstand ausweichen. So entsteht eine Anziehungskraft. Wenn dann einige von ihnen rübergesprungen sind oder auch in die Luft gegangen sind, werden beide Gegenstände wieder neutral und ruhig.

Wieso stehen einem manchmal die Haare zu Berge?

Beim Kämmen löst du negative Teilchen aus den Haaren. Sie sind auf den Kamm übergesprungen. In den Haaren bleiben dann viel mehr positive als negative Teilchen zurück. Und gleiche Teilchen stoßen sich ab: Die Haare stoßen sich gegenseitig ab. Sie versuchen so viel Abstand wie möglich untereinander zu halten. Deshalb weichen einige nach oben aus.


Julie Metzdorf


 
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