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Flamingos - Rot durch Essen

Stand: 29.04.2013


Flamingos am See (c) colourbox.com























Rosa Flamingo (c) dpa
Flamingos gehören zu den schönsten Vögeln im Tierreich. Sie sehen aus wie pinkfarbene Störche. Schon ihr Name klingt ein bisschen wie "Flamme". Aber nicht alle Flamingos sind feuerrot. Es gibt auch Arten, die sind eher hellrosa.

Und manche Flamingos sind sogar fast weiß, mit einigen grauen Stellen am Hals. Das sind die Flamingo-Kinder. Wenn Flamingos aus ihrem Ei schlüpfen, sehen sie noch gar nicht aus wie Flamingos. Statt der rosaroten Federn tragen sie ein grau-weißes Daunenkleid. Sie ähneln eher einem kleinen Schwan mit langen Beinen.


Carotinoide ...???
... das klingt ein bisschen wie Karotte! In Karotten sind besonders viele Carotinoide drin. Wenn ein Mensch sehr, sehr viele Karotten isst, wird er zwar nicht so pink wie ein Flamingo, aber ein bisschen rotbraun wird seine Haut dann auch.
Rot durch Farbstoff

Um rot zu werden, müssen sie erst Farbe fressen! Flamingos fressen alles, was so im Wasser herumschwimmt: Mückenlarven, Algen, kleine Krebse. In den Algen und den Krebsen sind sogenannte "Carotinoide" drin, das sind rote Farbstoffe. Die Leber der Flamingos verwandelt diese Farbstoffe in winzige Teile und diese Teilchen wandern in ihre Federn.


Dieses Küken muss noch viel fressen ...
Farbe für Zoobewohner

Mit den Flamingos im Zoo ist es etwas schwierig: Es wäre total kompliziert, ihnen die richtige Algensorte und genügend kleine Krebse zum Füttern zu besorgen. Aber ohne die rote Farbe im Futter werden Flamingos wieder weiß! Früher hat man den Flamingos in den Zoos deshalb Karottensaft in ihr Trockenfutter gemischt. Heute mischt man direkt die roten Farbstoffe hinein.

Roter Eisbär??

Wenn jetzt ein Eisbär das Futter der Flamingos fressen würde ... Nein! Das geht nicht! Andere Tiere würden niemals rosa werden: Ihre Leber kennt den Trick nicht, wie die Carotinoide zerhackt werden müssen, damit die sich in den Federn oder im Fell ablagern.


Flamingos an der Küste ...
Wie Flamingos fressen

Die meiste Zeit des Tages stehen Flamingos bis zum Bauch im Wasser. Den Hals biegen sie nach unten und lassen kopfüber das Wasser mit den Algen und den kleinen Krebse in ihren Schnabel laufen. Mit der Zunge drücken sie dann das Wasser wieder heraus. Die größeren Sachen aber bleiben im Schnabel drinnen, weil die Flamingos eine Art Sieb vor den Ausgang gelegt haben. Jetzt müssen sie ihr Essen nur noch runterschlucken.

Stehende und schlafende Flamingos (c) colourbox.com



Warum stehen und schlafen Flamingos auf einem Bein?

Wenn ganz viele rosafarbene Flamingos einbeinig im Wasser stehen, sieht das ziemlich elegant aus. Ein bisschen erinnern sie an eine Ballettgruppe!

Die Tiere stehen auf einem Bein, weil sie nicht frieren wollen. Über ihre dünnen Beine verlieren sie nämlich im kalten Wasser viel Wärme und darum ziehen sie einen Fuß ganz nah an den Körper und wärmen ihn dort wieder auf. So ähnlich, wie wenn wir beide Arme um unseren Oberkörper schlingen und uns ganz klein machen, wenn uns kalt ist. Nach einer Weile wechseln die Vögel dann den Fuß und wärmen den anderen unter dem Gefieder.

Flamingos schlafen sogar auf einem Bein! Wenn wir das versuchen würden, würden wir wohl spätestens nach einer Minute umkippen, aber Flamingos haben ein besonderes Gelenk im Bein, mit dem sie auch einbeinig stabil stehen können. Dieses Gelenk ist am Knie und rastet ein, sobald der Vogel das Bein streckt. Und weil er dafür keine Muskeln anspannen muss, kann der Flamingo ganz einfach und bequem im Stehen schlafen!

An Land stehen Flamingos übrigens meistens auf beiden Beinen – da werden die Füße eben nicht so nass und kalt.


Julie Metzdorf und Kristina Richter


 
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