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Spiegel – Eine verrückte Welt

Stand: 15.02.2011


Mehrere Spiegelbilder (c) dpa
Unendlich viele Spiegelbilder ... -
aber nur sechs Spiegel!
Immer zwei Spiegelbilder

Die meisten Spiegel bestehen aus einer Glasplatte, die hinten eine ganz dünne Schicht Aluminium hat. Wenn du ganz genau hinschaust, kannst du im Spiegel zwei Spiegelbilder erkennen! Die einzelnen Linien liegen sehr dicht nebeneinander, als wäre die eine der Schatten von der anderen.

Besonders gut sieht man das, wenn es im Zimmer dunkel ist und man eine Kerze vor dem Spiegel anzündet. Das sieht aus wie zwei Kerzen! Das eine Spiegelbild entsteht vorne auf der Glasplatte. In einer Fensterscheibe spiegelt man sich ja auch, obwohl das kein Spiegel ist. Das zweite Spiegelbild entsteht ein paar Millimeter weiter hinten an der Aluminium-Schicht. Das ist das eigentliche Spiegelbild, es ist viel genauer und kräftiger als das vordere! Das Glas vorn ist eigentlich nur dazu da, die Aluminium-Schicht vor Kratzern zu schützen.

Im Spiegel gibt es zwei Spiegelbilder: eines vorn an der Glasplatte und eines hinten auf der Aluminium-Schicht.


Vor dem Spiegel im Badezimmer (c) Getty Images
Zähne sauber? Der Badezimmerspiegel zeigt's.
Zurückgeworfene Lichtstrahlen

Dass man überhaupt im Spiegel etwas sieht, kommt so: Wenn Licht auf einen Gegenstand trifft, wird es zurückgeworfen – „reflektiert“ sagt man auch dazu. Wenn jetzt so ein Lichtstrahl von einer Lampe auf unsere Nase fällt, daran abprallt und weiterfliegt, dann hat er die Eigenschaften von unserer Nase aufgenommen – ihre Farbe und ihren exakten Ort. Es ist so, als würden lauter kleine Informationen auf den Lichtstrahlen reiten.

Und das Aluminium macht nun etwas ganz Besonderes: Es wirft die Lichtstrahlen nicht irgendwie zurück, sondern parallel, also ganz geordnet. Aluminium ist ein Metall. Auch andere Metalle haben diesen Ordnungstick. Früher hat man zum Beispiel blankpoliertes Silber als Spiegel benutzt. Und in deinem Frühstücksmesser kannst du schließlich auch kontrollieren, ob dir noch was zwischen den Zähnen hängt oder nicht.

Aluminium und einige andere Metalle werfen die einfallenden Lichtstrahlen ganz geordnet zurück.


Je glatter, desto genauer

Auch in einer Autotür am Straßenrand kannst du dich sehen und prüfen, ob deine Frisur noch sitzt. Aber das Bild ist meistens unscharf, weil die Autotüren nicht ganz gerade sind. Sie werfen das Licht in unterschiedliche Richtungen zurück und das verzerrt das Spiegelbild. Damit man im Spiegel nicht ein riesiges Ohr hat oder einen Kopf so breit wie ein Koffer, muss die Oberfläche vom Spiegel ganz glatt sein. Deshalb ist das mit dem Glas ja auch so günstig: Glas ist extrem glatt. Die Aluminium-Schicht wird hauchdünn aufgespritzt und ist dann genauso glatt wie die Glasplatte.

Ein Spiegel muss ganz glatt sein, um ein genaues Bild zurückzuwerfen!


Rückspiegel (c) dpa
Am Anfang schwierig zu verstehen: Was zeigt der Rückspiegel?
Vorn oder hinten, hinten oder vorn?

Und wie es der Zufall so will, ist Glas auch noch durchsichtig! Sonst würde ja kein einziger Lichtstrahl auf die Aluminium-Schicht dahinter fallen. Von dort wird er dann mitsamt seinen Informationen zurückgeworfen und das Bild landet in unserem Auge. Während die Lichtstrahlen so hin- und hergeworfen werden, passiert aber etwas ganz Besonderes: Man sieht hinten und vorne vertauscht!

Das kannst du mit einem Würfel probieren. Wenn du zum Beispiel eine Eins gewürfelt hast, zeigt die linke Würfelseite eine Vier und die rechte eine Zwei. Wenn du jetzt einen Spiegel hinter den Würfel stellst, was siehst du dann? Eine Fünf und eine Drei! Der Spiegel zeigt also die andere Seite vom Würfel! Er sieht etwas anderes als ich! Es ist so, als guckt jemand aus einer anderen Richtung und verrät mir dann, was er sieht. Ganz schön unheimlich …

Ein Spiegel vertauscht vorn und hinten.


Julie Metzdorf

 
  Spiegel - Wo kommt er her?
  Spiegel - Rechts und links vertauscht


 
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