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Saurier - Wie sie fliegen lernten

Stand: 17.10.2011


Zeichnung eines Rhamphorhynchus(c) dpa
Die ersten Tiere, die sich aus eigener Kraft mit Flügelschlag in die Lüfte erhoben haben, waren die Flugsaurier. Die werden gerne mit den Dinosauriern zusammengeworfen, sie sind aber eine eigene Gruppe. Die ersten Flugsaurier gab es vor etwa 225 Millionen Jahren. Sie hatten einen ganz anderen Flugapparat als die heutigen Vögel: Sie hatten eine Flughaut, ähnlich wie die heutigen Fledermäuse.

Ihre sehr langen Arme konnten sie wie Flügel auf- und abbewegen. Die Arme waren nach außen gestreckt und am vierten Finger ganz außen war die Flughaut aufgespannt. Vorne in der Mitte des Flügels saßen noch drei kleine Finger mit Krallen dran, damit konnten die Flugsaurier auch klettern.


Perfekt fürs Fliegen ausgerüstet

Ihr Skelett zum Beispiel bestand aus Knochen, die fast hohl waren und somit sehr leicht. Die Flugsaurier selber waren richtige Riesen. Die größten hatten eine Flügelspannweite von bis zu zehn Metern, also so lang wie ein Bus. Dabei wogen sie wegen ihrer leichten Knochen nur ungefähr 150 Kilo (ungefähr so viel wie zwei erwachsene Menschen zusammen).


Wie sind die Saurier zum Fliegen gekommen?

Dafür gibt es zwei Erklärungen: Tiere, die auf Bäumen gelebt haben, haben wahrscheinlich irgendwann eine Flughaut entwickelt, weil sie damit leichter von oben herunterspringen konnten. Sie sind dann im Sprung noch ein bisschen gesegelt und konnten so den Sprung verlängern und sind unten nicht so hart aufgekommen. Auch Tiere, die sehr schnell rennen konnten, haben mit Flughäuten und Flügelschlägen Sprünge verlängert. Neben den Flugsauriern entwickelten sich auch fliegende Dinosaurier, die sogar schon Federn hatten. Sie sind die Vorfahren unserer heutigen Vögel.

Vor 65 Millionen Jahren gab es dann auf der Erde eine große Katastrophe. Was genau passiert ist, weiß man nicht, aber wahrscheinlich gab es einen Meteoriteneinschlag und viele Vulkanausbrüche. Die Flugsaurier sind damals ausgestorben und auch fast alle Dinosaurier - bis auf die Gruppe, die sich dann zu unseren heutigen Vögeln entwickelt hat. Die Dinosaurier sind also gar nicht komplett ausgestorben.


Flugsaurier - fürs Überleben zu groß

Skelett eines Flugsauriers (c) dpa
Gibt's nur noch versteinert: Pterodactylos kochi.
Warum sind aber die Flugsaurier komplett ausgestorben und die fliegenden Dinosaurier nicht? Wahrscheinlich war es so: Von den fliegenden Dinosauriern, also den Vorfahren der Vögel, haben sich immer mehr verschiedene Arten entwickelt. Von den Flugsauriern dagegen gab es irgendwann nur noch Riesen-Exemplare. Diese großen Tiere haben die Katastrophe alle nicht überlebt. Von den fliegenden Dinosauriern aber gab es so viele unterschiedliche, dass ein paar offensichtlich durchgekommen sind.

Die fliegenden Dinosaurier sind die Tiere, aus denen sich letztendlich unsere Vögel entwickelt haben. Der
bekannteste ist der Archäopterix. Archäopterix lebte vor etwa 150
Millionen Jahren. Er war eigentlich ein kleiner Raubsaurier, er hatte
aber schon Federn und richtige Flügel. Und wahrscheinlich war er schon in der Lage zu fliegen. Das wir heute soviel über diese Tiere wissen, verdanken wir übrigens auch Versteinerungen, die in Bayern gefunden wurden. Der erste versteinerte Archäopterix wurde im Altmühltal entdeckt und von dort stammen auch viele Flugsaurier-Skelette.


Nicole König

 
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