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Zunge – Muskel mit Knospen und Drüsen

Stand: 16.04.2013


Zunge (c) Stockbyte
Gummibärchen, Obst, Schokolade, Plätzchen, Nudeln, Salzstangen, Cracker, Gemüse, Kartoffeln, Sauerkraut ... Was wir essen, müssen wir erst kauen. Dabei werden aus großen Nahrungsbrocken immer kleinere Stückchen, bis wir alles zu einem fast flüssigen Brei zerkleinert haben. Immer mittendrin: die Zunge.

Die Zunge ist ein Muskel. Sie schiebt die Nahrungsbrocken zwischen die Zähne, vermischt das Zerkaute mit Speichel und schiebt dann den Nahrungsbrei zum Schlucken in den Rachen. Dabei kann sie die allerkleinsten Teilchen von diesem Speisebrei erschmecken. Sie hat dafür nämlich ganz besondere Zellen: die Geschmacksknospen. Die sind winzig, aber es gibt eine Menge davon: Auf einer menschlichen Zunge sitzen mehrere Tausend! Oben drauf, ganz hinten, an der Zungenspitze, an den Seiten der Zunge, aber auch am Gaumen und in der Kehle.

Kraft wie ein Elefant

Schau dir die längste Zunge der Welt an! Klick die Lupe.
Zum Schlucken braucht man ganz schön viel Kraft, deswegen muss die Zunge auch sehr stark sein. Jedes Mal drückt sie beim Schlucken mit einer Kraft von zwei Kilogramm nach oben – und das 2.000 Mal am Tag! Das ergibt jeden Tag insgesamt das Gewicht von einem erwachsenen Elefanten.

Bei manchen Menschen ist die Zunge zu schwach. Dann kann es passieren, dass sie beim Sprechen zwischen die Zähne rutscht und man lispelt. Wem das passiert, der kann mit einem Logopäden die Zunge trainieren. Denn die Zunge ist nicht nur stark, sondern auch sehr beweglich. Also, los geht's: Zunge rausstrecken, nach links, nach rechts, nach oben, nach unten. Zunge spitzen, breit machen, spitzen, breit machen. Und jetzt schnalzen. Oder die Zunge rollen: nach hinten, wie ein Chamäleon.

Manche können die Zunge auch seitlich rollen, so dass sie von vorne wie ein "U" aussieht – das können aber nur die, die dieses Können von ihren Eltern geerbt haben.

Zungentraining
Klick den roten Pfeil - da geht's zum Zungentraining!

Der Geschmackssinn
Schmecken ist die Fähigkeit, verschiedene wasserlösliche Stoffe voneinander zu unterscheiden. Auch aus diesem Grund muss die Nahrung gut mit Speichel vermischt sein, so lösen sich nämlich die Geschmacksstoffe im Speichel und die Zunge kann sie "erkennen". Eine der drei großen Speicheldrüsen sitzt direkt unter der Zunge, viele kleinere sind auf der Zunge und in der gesamten Mundhöhle verteilt.


Mmmh, schmeckt das umami!

Essiggurke (c) Getty Images
Süß oder sauer? Die Zunge erkennt's sofort.
Auf der Zunge, aber auch auf dem Gaumensegel und an anderen Stellen in der Mundhöhle sitzen unzählige Geschmacksknospen mit Sinneszellen, mit denen wir die Grundgeschmacksrichtungen erkennen: süß, sauer, salzig und bitter. Außerdem gibt es noch "fleischig-würzig-wohlschmeckend". Dieser Geschmack wurde erst im Jahr 1908 von einem japanischen Wissenschaftler entdeckt und umami genannt. Wissenschaftler glauben, dass die Zunge auch fettig schmecken kann, daran wird aber noch geforscht – und auch, ob es "wasserartig" gibt: Wasser schmeckt zwar nach nichts, aber auch das könnte eine Geschmacksrichtung sein.


Scharf schmeckt die Zunge übrigens nicht, das ist nämlich keine Geschmacksrichtung, sondern eigentlich ein Schmerzsignal wie "heiß". Klick den roten Pfeil!

radioMikro-Reporterin Silke Schmidt-Thrö lässt sich zur Geschmackstesterin ausbilden. Klick den Start-Knopf!

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Erst die Nase macht's

Nase (c) Stockbyte
Ohne Nase läuft beim Schmecken kaum was.
Aber: Hätten wir nur die Zunge zum Schmecken, wären wir auf die genannten fünf oder sechs Geschmacksrichtungen festgelegt: Die Zunge ist nämlich ein recht einfaches Organ und die Hauptarbeit beim Schmecken macht eigentlich die Nase!

Während wir kauen und schmecken, riechen wir nämlich immer auch gleichzeitig: Der Duft der Nahrung steigt auch nach oben in den Nasenraum. Die Zunge legt nur die grobe Richtung fest: süß, sauer, salzig, bitter oder umami. Den Rest macht die Nase. Sie kann mehr als 10.000 verschiedene Gerüche unterscheiden! Fleisch, Fisch, Kaffee, Schokolade, Gewürze, verschiedene Sorten Obst und Gemüse, herb, würzig, lieblich ... Die Zunge allein würde nicht einmal eine Birne von einem Apfel unterscheiden können!


Simone Wichert und Kathrin Hasselbeck


 
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