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Pilze – Essbar, ungenießbar oder tödlich giftig

Stand: 02.10.2013


Pilzsammler (c) dpa
Champignons, Austernpilze, Pfifferlinge, Morcheln oder Steinpilze in Sahnesoße mit Semmelknödeln – lecker! Aber wusstest du, dass das, was du da isst, gar nicht der ganze Pilz ist, sondern nur ein kleiner Teil davon: sein Fruchtkörper?

Pilze sind etwas Besonderes: Sie sind weder Pflanzen noch Tiere, sondern eben Pilze. Lange Zeit hat man die Pilze den Pflanzen zugerechnet: Sie wachsen nämlich wie Pflanzen aus dem Boden und bleiben auch an einer Stelle. Aber Pflanzen brauchen Licht zum Wachsen und stellen dabei aus Wasser, Luft und Nährstoffen Zucker her. Pilze nicht: Die ernähren sich von Stoffen, die andere Lebewesen produziert haben. Das macht sie Tieren ähnlich, auch wenn sie kein Maul zum Fressen haben.

Schon gewusst? - Pilze zum Backen
Manchmal verwenden wir Pilze zum Backen: die Backhefe. Auch das sind Pilze - Hefepilze! Hefe gibt das Gas Kohlendioxid ab und lockert so den Teig.


Unsichtbare unterirdische Riesen

Pfifferling abschneiden (c) dpa
Da ist einer! Der eigentliche Pilz steckt jedoch unter der Erde.
Unter der Erde ist ein riesiges Geflecht von langen Pilzfäden – das ist der eigentliche Pilz, den wir gar nicht sehen können. Diese Fäden wachsen mitten durch alles, wovon der Pilz sich ernähren kann: meist tote Tiere oder Pflanzenteile. Was die Pilze davon brauchen, nehmen sie einfach durch die Zellwände auf. Licht brauchen sie dafür nicht, sie können auch im Dunkeln wachsen. Zusammen mit Insekten und Bakterien zersetzen sie so alles Abgestorbene und erfüllen damit eine wichtige Aufgabe im Wald.

Der größte Pilz der Welt - Wo wächst er und wie groß ist er?

Schon gewusst? - Pilze in der Medizin
Einer der wichtigsten Pilze für die Medizin ist ein Schimmelpilz. Er scheidet nämlich Stoffe aus, die zum Beispiel Bakterien am Wachstum hindern. Diese Stoffe werden als Medikamente verwendet. Man bezeichnet sie als Antibiotika. Das war für die Medizin eine ganz wichtige Entdeckung und seitdem werden immer wieder neue Pilze getestet und verwendet, um solche überlebenswichtigen Medikamente herzustellen.


Von lecker bis tödlich giftig!

Fliegenpilz (c) dpa
Giftig - der Fliegenpilz!
Pilze vermehren sich durch Sporen, winzige Körnchen, aus denen Pilzfäden auskeimen, wenn sie auf geeigneten Untergrund treffen. Es gibt männliche und weibliche Pilzfäden, die miteinander verschmelzen. Aus dem unterirdischen Pilzgeflecht wachsen dann neue Fruchtkörper nach oben – unsere "Pilze". Einige davon können wir essen, manche sind ungenießbar, wieder andere sind sehr giftig.

Den giftigen Fliegenpilz erkennst du sicher: Das ist der wunderschöne rote Pilz mit den weißen Tupfen oben drauf.

Schon gewusst? - Pilze als Drogen
Es gibt Pilze, die Menschen berauschen können (so wie Alkohol oder Drogen) – sogenannte Rauschpilze. Der bekannteste von ihnen ist wohl der Fliegenpilz. Besonders in asiatischen Ländern wird er als Droge gern benutzt. Früher waren Fliegenpilze so kostbar, dass man sie nur den nobelsten Leuten zum Essen gegeben hat. Die kleinen Leute durften sie nicht essen. Da sie aber auch so einen Rausch bekommen wollten, haben sie den Urin von den reicheren Leuten, die diese Pilze gegessen haben, aufgefangen und getrunken, um dann auch solche Rauschzustände zu bekommen. Aber Fliegenpilze zu essen ist strengstens verboten, weil die Gefahr besteht, dass man sich schwer vergiften kann. Fliegenpilze zu essen ist lebensgefährlich!


Grüner Knollenblätterpilz (c) dpa
Tödlich giftig -
der grüne Knollenblätterpilz!
Einer der giftigsten Pilze überhaupt, der Grüne Knollenblätterpilz, wird leicht mit einem Wiesenchampignon verwechselt. Das Schlimme: Man kann schon an einem einzigen Knollenblätterpilz sterben! Das Sammeln von Pilzen sollte man also besser einem Kenner überlassen – oder seine gesammelten Pilze bei Pilzberatungsstellen überprüfen lassen.





25 Jahre nach dem Super-GAU in Tschernobyl:
Schwammerl suchen und essen - oder lieber nicht?

Noch eine weitere Gefahr geht von Pilzen aus - je nachdem, wo sie wachsen: Vor 25 Jahren ist in Tschernobyl ein Super-GAU, ein schwerer Atomunfall, passiert. Die radioaktive Wolke erreichte damals auch Bayern und hat unter anderem die Böden verseucht. Bis heute sind vor allem die Waldböden in Südbayern belastet und damit natürlich auch die Pilze, die aus ihnen wachsen.

Ob ihr unter diesen Umständen Pilze suchen und dann auch essen möchtet, müssen deine Eltern und du selbst entscheiden. Das Bayerische Landwirtschaftsministerium jedenfalls empfiehlt vor allem Kindern, auf selbst gesuchte Schwammerl zu verzichten.

Auf den Erwachsenenseiten von BR.de steht sehr viel mehr zu diesem Thema!


Simone Wichert und Ursel Böhm

 
  www.pilze-muenchen.de - Pilzberatung in München
  Was ist in Tschernobyl passiert?


 
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