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Philosophie - Nachdenken und Begründen

Stand: 05.10.2010


Denker (c) dpa
Man weiß nicht, worüber "Der Denker" gerade nachdenkt ...
Warum haben Menschen keine Flügel?

Philosophen sind große Denker. Sie denken über alles Mögliche nach: über Pflanzen, über Tiere, über die Seele, über Gott und über die Menschen. Die ersten Philosophen gab es in Griechenland. Deshalb kommt das Wort "philosophieren" aus dem Griechischen. Der erste Teil des Wortes – "philos" – bedeutet Freund. Der zweite Teil "sophia" (so wie der Mädchenname!), der bedeutet Weisheit oder Wissen. Beides zusammen heißt also "Freund des Wissens" oder auch "Liebe zur Weisheit". Die meisten griechischen Philosophen sind schon fast 2.500 Jahre tot, aber ihre Gedanken sind immer noch berühmt.


Sokrates (c) dpa
Der griechische Philosoph Sokrates.
Was gehen mich die anderen an?

Einer der berühmtesten Philosophen ist Sokrates. Für ihn wurde das Philosophieren lebensgefährlich! Sokrates hat nämlich nicht nur selbst viel nachgedacht, er hat auch den anderen Leuten gesagt: "Denk nach!" Aber die anderen waren nicht so geübt im Denken wie er und deshalb haben sich ihre Gedanken oft im Kopf verheddert.

Irgendwann wurden die Leute sauer auf Sokrates, weil er ihnen mit seiner nervigen Fragerei zeigte, wie dumm sie waren. Da haben sie ihn vor Gericht angeklagt, weil er angeblich die jungen Leute verderbe. Sie sagten, er würde sie zur Aufmüpfigkeit erziehen. Sokrates wurde tatsächlich zum Tode verurteilt und musste Gift trinken!


Friedrich Nietzsche (c) dpa
Auf einer Briefmarke abgebildet: der deutsche Philosoph Nietzsche.
Was ist die Seele?

Heutzutage sind Philosophen in den meisten Ländern angesehene Leute. Aber man muss nicht unbedingt Berufsphilosoph werden. Auch Kinder können schon philosophieren! Am meisten Spaß macht das Philosophieren zusammen mit anderen. Oft hat man aber auch nach stundenlangem Nachdenken noch keine Antwort gefunden. Philosophische Fragen sind nämlich sehr schwierig. Zum Beispiel: Was ist die Seele? Wo kommen unsere Gedanken her?

Aber beim Philosophieren kommt es gar nicht so sehr auf die Antworten an, sondern es geht um das Nachdenken an sich. Man übt das Denken! Vor allem im Begründen wird man immer besser. Manchmal schafft man es, andere von seiner eigenen Meinung zu überzeugen. Das ist dann natürlich ein tolles Gefühl. Und nebenbei lernt man ganz viele Wörter kennen und wird immer schlauer. Im Notfall kann man aber auch mal allein nachdenken.


Lao-Tse (c) dpa
Mächtige Statue: der chinesische Philosoph Lao-Tse.
Hauptsache logisch!

Ganz wichtig beim Philosophieren ist die Logik. Logik ist eine bestimmte Art zu denken. Etwas ist logisch, wenn es sich automatisch ergibt und völlig klar ist: Die Sonne scheint, ich schlecke gemütlich ein Eis und außerdem bin ich heute schon gelobt worden! Mir geht es gut - logisch. Es wäre total unlogisch, wenn ich in so einer Situation sagen würde: Öhhh, ich bin so unglücklich ... Die Logik hilft, beim Philosophieren auf die richtige Antwort zu kommen. Und man kann damit Denkfehler entlarven.

Ein Beispiel: Wo sitzt eigentlich unsere Seele? In den Augen? Oder vielleicht in den Fingerspitzen?
  • Kind 1 sagt: Vielleicht sitzt die Seele in der Mitte vom Körper, im Bauch.
  • Kind 2 sagt darauf: Ich glaube, im Bauch kann die Seele nicht sein, weil da ist schon das Essen drin.
Das ist Logik! Also muss man in eine andere Richtung weiterdenken. Und wenn man eine neue Idee hat, muss man die begründen. Ein Philosoph sucht immer für alles nach Gründen. Und wenn er einen Grund gefunden hat, dann hinterfragt er den wieder. Er sagt nicht einfach nur: Das ist doof. Sondern: Warum finden wir das doof? Ist das wirklich doof? Finden das alle doof? War es schon immer doof? Hört es irgendwann mal auf, doof zu sein? ...


Julie Metzdorf

 
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