<img src="/kinder/pic/navi_html.gif" width="590" height="66" alt="" border="0"usemap="#navi"> <map name="navi"> <area alt="Treffen & Finden" coords="20,10,129,55" href="/kinder/index1.shtml"> <area alt="Spielen & Werkeln" coords="129,9,239,57" href="/kinder/index2.shtml"> <area alt="Musik & Geschichten" coords="241,8,349,57" href="/kinder/index3.shtml"> <area alt="Fragen & Verstehen" coords="351,7,459,57" href="/kinder/index4.shtml"> <area alt="Radio & TV" coords="459,7,571,57" href="/kinder/index5.shtml"> </map>
BR.de
wissen
 

Geothermie - Heißes Wasser aus der Tiefe

Stand: 13.09.2006


Bohrturm (c) dpa
Ein Bohrturm, der das heiße Wasser nach oben pumpt.
Geothermie heißt Erdwärme. Gemeint ist damit die Technik, mit der man diese Wärme nutzt. Das Innere der Erde besteht aus flüssigem Magma, und das ist heißer als man sich vorstellen kann! Wie ein Ofen erwärmt es die Erde von innen heraus. Nach außen, also hin zur Erdoberfläche, nimmt die Temperatur immer weiter ab.

Geothermie heizt ein

So wie aus Öl, Sonne, Wind oder der Kraft von fließendem Wasser kann man auch aus Wärme Energie gewinnen. Dazu muss man die Hitze aber irgendwie aus dem Erdinneren heraus bekommen. Und dazu eignet sich das Wasser. Heißes Wasser gibt es in vielen Regionen unter der Erde. In 3.000 bis 4.000 Meter Tiefe ist es etwa 95-130 Grad heiß. Mit einem riesigen Bohrer wird dann ein Loch in die Erde gemacht. Mehrere Kilometer tief! Wenn man bei dem Wasser angekommen ist, pumpt man es an die Erdoberfläche. Das Wasser aus der Tiefe ist aber nicht das Wasser, das aus dem Wasserhahn kommt! Stattdessen wird mit der Energie des heißen Wasser das saubere Trinkwasser erhitzt. Mit dem Dampf kann man außerdem noch große Turbinen antreiben und Strom erzeugen.

Das heiße Wasser wird nur "ausgeliehen"

Das abgekühlte Wasser wird dann über ein zweites Bohrloch wieder in den Untergrund zurückgeleitet. Am Ende hat man dem Untergrund also kein Wasser entnommen, sondern nur Temperatur. Experten sagen, dass man etwa 50 Jahre lang aus einem Bohrloch Wasser entnehmen kann. Dann hat sich das Wasser so weit abgekühlt, dass es nichts mehr nutzt. Das Bohrloch muss für etwa 20 Jahre geschlossen werden, damit der Ofen im Erdinneren das Wasser wieder aufheizen kann. Dann könnte man wahrscheinlich an der gleichen Stelle wieder Wasser abpumpen. Aber ganz genau weiß das niemand, weil es Geothermie noch nicht so lange gibt.

Stets zu ihren Diensten!

Geysir (c) dpa
Manchmal sprudelt heißes Wasser auch von allein nach oben: ein Geysir!
Das Wasser ist einfach da. Anders als das begrenzte Öl, das ja auch aus der Erde herausgepumpt wird, gibt es genug heißes Wasser. Der große Vorteil von Geothermie ist, dass keine Schadstoffe entstehen, wie etwa bei Benzin. Es ist eine vollkommen natürliche Energiequelle. Sogar gegenüber Sonne und Wind hat Geothermie einen Vorteil: Ob Tag oder Nacht, gutes oder schlechtes Wetter, das heiße Wasser ist immer da!

Ein Loch in den Geldbeutel gebohrt

Die Bohrungen sind ziemlich teuer! Mindestens zwei bis drei Millionen Euro kosten sie. Es kann passieren, dass ein Bohrkopf abbricht oder dass das Wasser ausgerechnet an der angebohrten Stelle nicht heiß genug ist. In felsigen Gebieten muss bei der Bohrung unterirdisch gesprengt werden. Dadurch hat man in der Schweiz Ende 2006 aus Versehen ein Erdbeben ausgelöst und musste aufhören zu bohren. In der Gegend um München kann das aber nicht passieren: Der Untergrund besteht aus einem porösen Kalkgestein, da braucht man nicht sprengen.

Julie Metzdorf

 
  Alle Lexikon-Artikel



Hilfe   Kontakt