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Solarantrieb - Sonnenenergie für Auto und Flugzeug

Stand: 04.07.2012


Mit der Sonne im Tank

Weder gelandetes UFO noch fahrender Pfannkuchen ...
Es gibt Fahrzeuge, die allein von der Sonnenkraft angetrieben werden. Es werden sogar Rennen veranstaltet, bei denen solche Solarautos gegeneinander antreten, zum Beispiel die "World Solar Challenge", die jedes Jahr in Australien ausgetragen wird. Die Rennwagen der "World Solar Challenge" sehen allerdings nicht wie Autos aus, sondern eher wie fahrende Pfannkuchen.

Sie sind so flach, dass die Fahrer nur liegend hineinpassen und durch eine kleine Glaskuppel auf die Straße sehen müssen. Angetrieben werden diese Solarmobile von Elektromotoren, die ihren Strom direkt aus den Solarzellen bekommen, die auf den Oberseiten angebracht sind. Mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 100 km/h sind sie auf einer Strecke von 3.000 Kilometern flott unterwegs. Nachteil: Die Autos sind unbequem und sie fahren nur, wenn die Sonne scheint.

Solarauto mit Batteriebetrieb

Eine andere Idee, ein Auto mit Sonnenkraft fahren zu lassen, ist der Betrieb mit Batterien. Die Solarzellen auf dem Dach des Autos laden eine große Batterie im Kofferraum auf und diese Batterie treibt den Elektromotor an. Funktioniert prima, nur leider sind solche Solarautos ziemlich langsam, denn die Batterien sind sehr schwer und der Motor muss nicht nur das Auto und seine Insassen bewegen, sondern auch die riesigen Batterien. Auf deutschen Autobahnen hätte so ein Solarschleicher keine Chance.


Solartaxi auf Weltreise

Das Solartaxi im Straßenverkehr ...
Etwas anderes ist das sogenannte Solartaxi, das im Jahr 2007 auf einer Reise um die Welt ist. Das Solartaxi ist ein dreirädriges Gefährt, in dem zwei Personen bequem Platz haben und das eine Geschwindigkeit von 90 km/h erreicht. Diese Schweizer Erfindung baut auf einer neuen Batterie auf, der "Zebra-Batterie". Die Zebra-Batterie besteht aus Keramik, Kochsalz und Nickel und kann viermal mehr Energie speichern als eine herkömmliche Batterie aus Blei und Säure.

Das Solartaxi ist sehr leicht und kann mit einmaligem Batterieaufladen bei einer Geschwindigkeit von 90 km/h ungefähr 100 Kilometer fahren, mit 50 km/h immerhin 200 Kilometer weit. Sechs Quadratmeter Solarzellen reichen aus, um das Auto immer einsatzbereit zu haben, auch wenn es einmal regnet. Es ist also möglich, ein Auto zu bauen, das für den täglichen Gebrauch - zur Fahrt in die Arbeit, zur Schule oder für Einkäufe - geeignet ist und dabei überhaupt keine schädlichen Stoffe ausstößt. Alles was nötig ist, sind neue Batterien und Solarzellen auf dem Hausdach, im Garten oder auf einem Anhänger, den das Solartaxi zieht, um die Batterien immer wieder zu laden.

Mit Sonnenenergie um die Welt

Solarflugzeug Solar Impulse (c) dpa
Beim Start in der Schweiz war die "Solar Impulse" in voller Pracht zu bewundern.
Auch das Fliegen mit Sonnenenergie ist eine schweizer "Erfindung". Bertrand Piccard hat im Jahr 2009 ein Solarflugzeug gebaut. Es heißt "Solar Impulse", das ist englisch und bedeutet eben "Sonnenantrieb".

Die "Solar Impulse" ist ein sehr leichtes Flugzeug und besteht hauptsächlich aus den großen Flügeln. Auf den Flügeln sind die Solarzellen und die vier Propeller, die für den Antrieb sorgen. In der Mitte unter den Flügeln hängt die kleine Kabine des Piloten. Da passt wirklich nur einer hinein, Passagiere oder Fracht sind bei der "Solar Impulse" nicht eingeplant. Ausgenommen natürlich die Akkus, die den Sonnenstrom speichern und die Propeller antreiben. Die Akkus wiegen 400 Kilo, das wären mehr als 13.000 Handyakkus. Insgesamt wiegt das ganze Flugzeug 1.600 Kilogramm. Also so viel wie ein mittleres Auto, es ist dabei aber 22 Meter lang, über sechs Meter hoch und hat eine Spannweite von 63 Metern. Das sind drei Meter mehr als die Flügel-Spannweite eines Airbus 330, einem Flugzeug mit 275 Sitzplätzen an Bord. Das Sonnenflugzeug ähnelt einem Segelflugzeug mit Propellern und es hat Flügel, so lang wie die eines Verkehrsfliegers.

Bertrand Piccard und Pilot Andre Borschberg bei der Ankunft in Marokko (c) dpa
Bei der Ankunft in Marokkko jubeln Andre Borschberg und Bertrand Piccard.
Bertrand Piccard möchte mit der "Solar Impulse" einmal um die Welt fliegen. Der erste große Test war Anfang Juni 2012: ein Langstreckenflug von der Schweiz nach Marokko, also von Europa nach Afrika.

Da die "Solar Impulse" nicht besonders schnell fliegt, so um die 50 km/h, dauerte der Testflug von der Schweiz nach Marokko zwei Tage, die in zwei Etappen bewältigt wurden. Zuerst flog Piccards Partner André Borschberg von der Schweiz nach Spanien, und dann Bertrand Piccard von Spanien nach Marokko. Allein die zweite Etappe dauerte 20 Stunden, Piccard flog am Tag los und landete in der Nacht. Und dennoch waren die Akkus der "Solar Impulse" voll, als er landete. Das bedeutet, dass die Elektromotoren, die die Propeller antreiben, nicht mehr Strom verbraucht hatten, als die Solarzellen während des Fluges lieferten. Damit hat Picard bewiesen, dass es möglich ist, allein mit der Kraft der Sonne ein Flugzeug zum Fliegen zu bringen. Spätestens 2014 will er auf diese Art zu seiner Weltumrundung starten. Guten Flug!


Börni Schulz

 
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