Wie schlafen Fische?

Die Dauer-Glotzer

Hast du schon einmal einen schlafenden Fisch gesehen? Das ist gar nicht so einfach. Fische haben nämlich keine Augenlider. Sie haben ihre Augen immer offen! Das bedeutet aber nicht, dass sie auch die ganze Zeit etwas sehen, sondern sie können ihre Augen ausschalten.

Fischschwarm (c) Digital Vision
Schlafen ist gefährlich!
Um nicht von Raubfischen gefressen zu werden, verstecken sie sich zum Schlafen. Sie schwimmen in kleine Felshöhlen oder in enge Felsspalten, in die die großen Raubfische nicht hereinkönnen. Dort lehnen sie sich an die Wand oder legen sich auf die Seite. Manche Fischarten wechseln zum Schlafen die Farbe: Sie gleichen ihre Körperfarbe dem Meeresboden an, so dass man sie nicht mehr sehen kann.

Einige Papageienfische sind ganz besonders pfiffig: Sie schlafen in einem Schlafsack, einer Hülle aus körpereigenem Schleim. Das sieht aus wie eine große Seifenblase. Dadurch können andere Fische sie nicht mehr riechen und so auch nicht finden.

Immer auf der Hut
Anders als wir Menschen oder auch unsere Haustiere haben Fische keinen Tiefschlaf. Sie atmen zwar langsamer und ihr Herz schlägt nicht mehr so kräftig, aber sie sind trotzdem wachsam! Sobald sich ein großer fremder Fisch nähert, spüren sie die Strömung, werden wach und flüchten. Manchmal sind sie dabei aber noch ein bisschen müde und verheddern sich in einer Alge oder schwimmen sogar gegen eine Felswand. Aua.

Haie sind Schlafwandler
Für Haie ist das Schlafen gar nicht so einfach. Haie müssen immer in Bewegung sein, denn ihre Kiemen funktionieren nur bei Wasserströmung. Deshalb sind Haie zum Schlafwandeln gezwungen: Während sie schlafen gleiten sie langsam im Wasser vorwärts. Übrigens ist das Schlafen ausgerechnet für die größten Tiere im Meer gar nicht so ungefährlich. Wale sind ja keine Fische und müssen deshalb zum Atmen immer wieder an der Wasseroberfläche Luft holen. Um zu schlafen, bleiben sie gleich oben und treiben an der Oberfläche. Sie schlafen sehr tief und fest und bemerken es manchmal nicht, wenn ein Schiff auf sie zufährt und wenn an Bord niemand den Wal sieht, dann wird's brenzlig.