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Erdbeere – Königin der Beeren

Stand: 13.06.2014


Eine große Erdbeere (c) Creativ Collection
Magst du auch so gerne Erdbeereis, Erdbeermilchshake oder einfach nur Erdbeeren mit Sahne? Und weißt du, dass du dann immer Ananaserdbeeren isst? Die Ananaserdbeere – oder auch fragaria ananassa – ist die Mutter aller heute bekannten Erdbeersorten: Sie ist eine ganz bestimmte Zuchterdbeere, die bei uns in Mitteleuropa gut wächst und deren Früchte ziemlich groß werden. Es gibt sie erst seit gut 200 Jahren. Das Wort "fragaria" kommt übrigens vom lateinischen "fragare": duften.


Schon gewusst?
Die Erdbeere ist gar keine richtige Beere, sondern eine sogenannte "Sammelnussfrucht". Der leckere rote Teil der Erdbeere ist nämlich nur eine Scheinfrucht. Die eigentlichen Früchte sind die harten gelbbraunen Pünktchen, die auf der Oberfläche sitzen.


Uralte Beere

Walderdbeere (c) dpa
Eigentlich kennt man Erdbeeren schon seit über 2.000 Jahren: So lange nämlich wurden schon die kleinen, wild wachsenden, aromatischen Walderdbeeren gesammelt. Und nicht nur die Früchte: Aus Erdbeer-Blättern und -Wurzeln bereitete man Tee.

Die Erdbeere wurde lange Zeit vor allem als Heilmittel geschätzt. Sie sollte bei Krankheiten wie Rheuma und Gicht, aber auch bei Wunden und Geschwüren helfen und den Körper innerlich reinigen. Im Mittelalter hat man dann große Walderdbeerfelder angelegt und auch verschiedene Zuchtversuche unternommen: Man konnte nun über einen längeren Zeitraum Erdbeeren ernten.

Nur eins hat man nicht geschafft: Man konnte einfach keine großen Walderdbeeren züchten.

Große Beeren aus den USA

Zum Glück haben französische Siedler im amerikanischen Virginia eine neue Erdbeerart gefunden – sehr aromatisch und mit größeren rundlichen Früchten: die "Scharlacherdbeere". Die Siedler haben mehrere Pflänzchen davon mit nach Europa genommen. Die Scharlacherdbeere hat die heimische Walderdbeere ziemlich schnell von den Feldern verdrängt und schon 1820 gab es ungefähr 70 verschiedene Scharlacherdbeer-Sorten.

Erdbeerkörbchen (c) Getty Images Erdbeerkuchen (c) Creativ Collection Erdbeeren geschnitten (c) Image Source
 


Beliebt bei Hofe

Auch der französische König, Ludwig der XIV., hat Erdbeeren sehr geliebt und in seinen Gärten anbauen lassen. Deswegen war er besonders interessiert an einer Entdeckung seines Fregattenkapitäns Amédée François Frezier: Frezier war auch Hobbybotaniker und hat 1714 auf einer seiner Reisen nach Südamerika die "Schöne von Chile" entdeckt, eine Erdbeerart mit sensationell großen Früchten, angeblich so groß wie Hühnereier! Frezier brachte ein paar Pflänzchen davon mit nach Frankreich. Leider hat die chilenische Erdbeere in Frankreich vor allem im Winter gelitten: es war ihr dort zu kalt und sie hat im Sommer kaum Früchte getragen.

Schon gewusst?
In Frankreich heißen Erdbeeren "fraises" [sprich: "fräs"]. Sie sind benannt nach Kapitän Amédée François Frezier [sprich: "fräsiee"], der die große Chile-Erdbeere entdeckt und nach Frankreich gebracht hat.
Also hat man versucht, sie mit der Scharlacherdbeere zu kreuzen: Man hat einfach Chile-Erdbeer-Pflänzchen in die Scharlacherdbeerfelder gesetzt. Leider blühen die Chile-Erdbeeren aber früh, die Scharlacherdbeeren spät – und so kann das mit der Zucht nicht klappen!

Irgendwann – man sagt, es hat wenigstens dreißig Jahre gedauert – konnte aber doch der Pollen einer zufällig früh blühenden Scharlacherdbeere eine zufällig spät blühende Chile-Erdbeere befruchten. Heraus kam die fragaria ananassa, also die Erdbeere, die wir noch heute kennen! Ihren Namen hat sie nach ihrer Form und ihrem Duft bekommen: Ananaserdbeere. Heutzutage gibt es davon ungefähr tausend Sorten, es werden aber nicht mehr alle angebaut.

Übrigens:
Erst 1751 kam die Erdbeere mit Umwegen über England und Holland auch nach Deutschland – zuerst in die Hofgärten von König Georg II. von Hannover. Und erst seit 1840 wird die Erdebeere auch hier in großen Stil angebaut – begonnen hat man damit in der Nähe von Baden-Baden.


Erdbeerzeit!

radioMikro-Reporterin Susanne Roßbach war bei der Erdbeerernte auf dem Feld in Pödeldorf dabei - klick den Startknopf!

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Simone Wichert

 
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