<img src="/kinder/pic/navi_html.gif" width="590" height="66" alt="" border="0"usemap="#navi"> <map name="navi"> <area alt="Treffen & Finden" coords="20,10,129,55" href="/kinder/index1.shtml"> <area alt="Spielen & Werkeln" coords="129,9,239,57" href="/kinder/index2.shtml"> <area alt="Musik & Geschichten" coords="241,8,349,57" href="/kinder/index3.shtml"> <area alt="Fragen & Verstehen" coords="351,7,459,57" href="/kinder/index4.shtml"> <area alt="Radio & TV" coords="459,7,571,57" href="/kinder/index5.shtml"> </map>
BR.de
wissen
 

Fische - Von wegen stumm!

Stand: 05.02.2015


Richtig sprechen so wie wir Menschen können Fische natürlich nicht. Aber mehrere Tausend Fischarten können Laute erzeugen. Sie knurren, trommeln, zirpen, fauchen, grunzen oder quietschen und können so anderen Fischen etwas "sagen".

Blubbern und plappern

radioMikro-Reporter Börni Schulz hat sich nicht nur mit Dr. Boris Chagnaud von der Ludwig-Maximilians-Universität München über dessen Forschungen zu "sprechenden Fischen" unterhalten, sondern auch dessen Fisch "Johnny" zum Reden gebracht. Hör dir an, was sie erzählen!

This text will be replaced


Clownfisch – Der Backenzahn-Quassler

Clownfisch (c) dpa
Kannst du dich noch an Nemo erinnern, den orange geringelten Filmfisch? Nemo ist ein Clownfisch. Und die sind echte Quassler. Sie können blitzschnell und ganz oft hintereinander ihre Backenzähne aufeinanderknallen lassen. Das klingt ein bisschen wie Topfschlagen oder wie eine knarzende Tür. Mit diesen Tönen verteidigt der Clownfisch sein Revier. Kommt ein anderer Clownfisch und fordert ihn zum Kampf heraus, beginnen beide laut zu knattern, um den anderen mit ihrer Kraft einzuschüchtern. Manchmal haut der Angreifer dann gleich ab. Wenn er aber genauso laut knattern kann, wird richtig gekämpft. Das ist gar nicht gut, weil hinterher beide verletzt sind.

Piranha – Der Schwimmblasen-Grunzer

Zwei Piranhas (c) dpa
Flüster, flüster - was die beiden Piranhas wohl aushecken?
Der Piranha hört sich an wie ein bellendes Schwein. Das Geräusch entsteht so: Die meisten Fische haben eine sogenannte Schwimmblase. Die Fische brauchen dieses Organ, damit sie nicht wie ein Stein am Wasserboden liegen bleiben. In der Schwimmblase ist nämlich Luft drin – wie in einem Luftballon. Luft ist leichter als Wasser und zieht die Fische deshalb immer ein bisschen nach oben, so dass sie in der Mitte vom Wasser schwimmen können. Um diese Schwimmblase herum haben Piranhas einen sogenannten Trommelmuskel. Den lassen sie wie eine Peitsche kräftig auf ihre Schwimmblase knallen, so dass ein Geräusch entsteht. Was wir hören, ist aber nicht etwa ein einzelner Trommelschlag, sondern Tausende von Schlägen ganz schnell hintereinander. Der Piranha-Trommelmuskel ist der schnellste Muskel der Welt!

Hering – Der Hoch-und-tief-Pupser

Findest du ihn in seinem Schwarm? Klick die Lupe!
Auch Heringe können tolle Töne aus ihrer Schwimmblase herausholen. Sie drücken Luft aus der Blase in ihren Analtrakt, also dahin, wo sonst der Kot herauskommt. Sie pupsen ihre "Wörter"! Bis zu acht Sekunden lang dauern die Pupstöne und gehen über drei Oktaven, das heißt, sie können sehr tiefe und sehr hohe Töne erzeugen. Das können menschliche Sänger zwar auch, aber bei denen kommt der Ton nicht aus dem Popo. Heringe sind Schwarmfische und immer mit mehreren tausend anderen Heringen unterwegs. Ihre "Gespräche" können also ganz schön laut werden. Die Männer der schwedischen Marine haben mehrere Jahre lang feindliche U-Boote gesucht und nicht finden können, bis sie gemerkt haben, dass die Geräusche nicht von U-Boot-Motoren, sondern von pupsenden Heringen kommen.

Nur in ihrer "Muttersprache"

Was sagen sich die Fische eigentlich? Auf jeden Fall nur Wichtiges. Sie drohen ihren Feinden oder sie machen ein Weibchen auf sich aufmerksam. Wenn ein Schwarmfisch eine Gefahr oder Beute entdeckt hat, dann sagt er das den anderen. Übrigens können Fische keine Fremdsprachen, sie reden immer nur mit ihren Artgenossen.


Hören mit dem ganzen Körper

Dass Fische Geräusche machen, hat natürlich nur Sinn, wenn sie auch hören können. Sie haben zwar keine Ohren, die man von außen sieht, so wie bei uns Menschen oder anderen Säugetieren. Aber sie haben ein Hörorgan im Kopf. Die meisten Fische nehmen den Schall sowieso mit der gesamten Körperoberfläche auf. Bei ganz lauter Musik spüren wir Menschen die tiefen Bässe auch auf der Haut. Übrigens leitet Wasser Geräusche viel besser weiter als Luft. Ein leises Geräusch kann man also unter Wasser sehr weit hören. Deshalb ist der Lärm, den wir Menschen mit Bootsmotoren oder gar mit Wasserkraftwerken machen, für die Fische besonders schlimm.


Julie Metzdorf




Goldfisch (c) picture-alliance/dpa


Woher der Goldfisch seinen Namen hat

Richtig wertvoll klingt der Name des Fisches - und dabei ist der Goldfisch doch eher orangefarben! Wie der Goldfish zu seinem Namen kam, erklärt dir hier radioMikro-Reporter Börni Schulz!

This text will be replaced


 
  Knurren, grunzen, knallen - Mehr über Tiere unter Wasser
  Mehr über das Leben in der Tiefsee


 
  Zurück zum Wissenslexikon



Hilfe   Kontakt