Achterbahn – Mit Schwung in schwindelnde Höhen
Stand: 19.09.2011
Die größte Achterbahn Europas steht in Deutschland: im Europa-Park Rust in der Nähe von Freiburg in Baden-Württemberg.
Der Silver Star ist 1.700 Meter lang, wird bis zu 130 Stundenkilometer schnell und an seinem höchsten Punkt geht es 73 Meter in die Luft - und das gleich am Anfang! Von hier oben nimmt der Zug seine Geschwindigkeit dann mit bis in den Bahnhof, ohne zwischendurch noch zusätzlich angetrieben werden zu müssen.
 |
 |
 |
|
Eine Achterbahn braucht eine stabile Stahlkonstruktion!
|
 |
 |
 |
Damit die schnelle Fahrt nicht gefährlich wird, ist Sicherheit sehr wichtig! Regelmäßig wird alles kontrolliert: die Räder, die Bremsbeläge aus Messing, die Haltebügel und so weiter.
Jedes Jahr wird außerdem die gesamte Stahlkonstruktion überprüft. Jede einzelne der über 10.000 Schrauben hat eine farbige Markierung bekommen. So kann man rechtzeitig sehen, ob sich vielleicht eine der Schrauben gelockert hat.
Mit 25 Jahren aufs Abstellgleis?
25 Jahre sollen Achterbahnen fahren – bei guter Wartung fahren sie aber auch noch länger. Der Silver Star wird jeden Morgen gewartet, noch bevor die Fahrgäste kommen. Und der erste Fahrgast des Tages ist immer der Sicherheitsingenieur. Er macht jeden Morgen eine Probefahrt. Um überhaupt mitfahren zu dürfen, muss man übrigens mindestens 1,40 Meter groß sein.
Achterbahnbau: Viel Physik!
Beim Achterbahnbau muss man vor allem die Gesetze der Physik beachten. Würde die Achterbahn zum Beispiel zu langsam fahren, würden die Fahrgäste herauspurzeln. Natürlich sind die davor auch durch die Haltebügel geschützt!
Die Kraft, die einen in der Achterbahn in den Sitz drückt oder auch aus dem Sitz hebt, ist die Erdbeschleunigung G. Wegen der hohen Geschwindigkeit ist sie riesig: Die Menschen, die gerade durch die Kurve im Bild rechts fahren, werden zum Beispiel mit 3,5 G in ihre Sitze gedrückt, also mit dem 3,5–fachen ihres eigenen Gewichts. Wer 40 Kilogramm wiegt, dessen Sitz muss 140 Kilogramm aushalten!
Simone Wichert
|
 |
|