Warum ist Glas durchsichtig?

Glasscheibe (c) Image Source
Glas ist durchsichtig - sonst könnte man diese Patschhände nicht sehen!
Glas besteht aus Sand, Salzen und Kalk. Bei 1.000 Grad oder mehr werden sogar diese Stoffe flüssig und durchsichtig. Das Besondere am Glas ist: Es kühlt sehr schnell ab und wird wieder fest – bleibt dabei aber durchsichtig. Wissenschaftler sagen deshalb, Glas ist "erstarrte Flüssigkeit".

Ein dichtes Gitter
Und das liegt an den allerkleinsten Teilchen, aus denen jeder Stoff besteht, den Atomen. Sie sind so klein, dass man sie normalerweise nicht sehen kann, auch nicht mit einem sehr guten Mikroskop. In einem festen, undurchsichtigen Stoff sind diese Atome ganz eng nebeneinander angeordnet. Das kann man sich wie ein Gitter vorstellen, ein Gitter aus vielen Millionen winzigster Teilchen! Das macht feste Stoffe so stabil und eben undurchsichtig.

Ein lockeres Netz
In einer Flüssigkeit sieht’s anders aus: Die kleinsten Teilchen bilden ein lockeres Netz. Da ist zwischen den einzelnen noch genug Platz, um Lichtstrahlen durchzulassen. Die stoßen nirgendwo an, werden also auch nicht zurückgeworfen, sondern können an der anderen Seite wieder raus. Deswegen ist Glas durchsichtig.