Siebenschläfer – Nachtaktiver Kobold
Stand: 27.06.2011
Ein flinkes Kerlchen mit wachen Augen – wenn man den Siebenschläfer so sieht, glaubt man nicht, dass er seinen Namen wirklich zu Recht trägt: Sieben Monate des Jahres verschläft er einfach! Er wird müde, wenn im Herbst die Nachttemperaturen unter zehn Grad sinken, und sucht sich eine gemütliche Höhle zum Schlafen, zum Beispiel in Baumlöchern oder auch in der Erde unter einem Baumstamm.
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Wer schaut denn da hinterm Dachbalken hervor?
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Den ganzen Sommer über hat er sich für den Winter Fettreserven angefuttert. Und die braucht er auch – denn wenn er Anfang Mai wieder aufwacht, kann es sein, dass er gut die Hälfte seines Gewichtes verloren hat! Aber er ist dann nicht schlapp, nur sehr hungrig, und geht sofort flink auf Nahrungssuche. Vor allem nachts!
Dabei meidet er auch die Häuser von Menschen nicht, sondern wird von der Wärme angelockt, die aus offenen Fenstern oder Türen dringt. Besonders gern nistet er sich auf dem dunklen Dachboden ein. Und er macht bei seinen nächtlichen Streifzügen jede Menge Lärm!
Gut ausgestattet zum nächtlichen Klettern
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Mit seinen Tasthaaren "sieht" er im Dunkeln.
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In der Dämmerung sieht ein Siebenschläfer noch recht gut. Wenn es finster ist, kann aber auch er nichts mehr sehen. Dann verlässt er sich auf seine hochempfindlichen Tasthügel an den Wangen, am Kinn und an seinen Vorderbeinen und auf seine Schnurrhaare, die ihm zeigen, ob sein Körper durch ein Schlupfloch hindurchpasst.
So kann er auch im Dunkeln akrobatisch herumturnen. Dabei klettert er auch mühelos an Möbeln oder senkrechten Wänden nach oben. Seine klebrigen Sohlenbällchen helfen ihm dabei, sie haften fast wie Saugnäpfe an den Wänden.
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Siebenschläfers Steckbrief:
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Name: Siebenschläfer, lateinisch: glis glisFarbe: Grau, am Bauch weiß Größe: 13 bis 18 Zentimeter (ohne Schwanz – der kann noch mal genauso lang sein) Gewicht: 70 bis 120 Gramm Wohnraum: Eichen- und Buchenwälder in Mittel- und Südeuropa, Osteuropa bis Persien Lieblingsessen: Im Frühjahr und Sommer Früchte, Pilze, Knospen oder Rinde, im Herbst fettreiche Nüsse und Samen Auszeichnungen: Wildtier des Jahres 2004 Besondere Kennzeichen: Klettert so gut wie ein Eichhörnchen. Nächtlicher Poltergeist!
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Ein Siebenschläfer frisst praktisch alles Essbare. Dabei bevorzugt er vor dem Winterschlaf fettreiche Nahrung wie Nüsse, Kastanien, Eicheln oder Bucheckern. Im Sommer frisst er vor allem frische Früchte, auch Rinde, Knospen oder Pilze. Und ganz besonders liebt er Äpfel!
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Mmmmmmh! Leckeres Frühstück!
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Vorsicht - Lebensgefahr!
So ein kleines Tier hat natürlich auch Feinde: Vor Mardern, Iltissen, Eulen und auch Katzen muss der Siebenschläfer sich besonders in acht nehmen. Aber um in letzter Sekunde doch noch zu entkommen, hat er auch einen besonderen Trick: Bei Gefahr kann der Siebenschläfer nämlich ein Stück Schwanz abwerfen. Und es ist ja immer noch besser, ein Stück Schwanz zu verlieren, als gleich das ganze Leben!
Simone Wichert
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