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Grille - Warum sie zirpt

Stand: 08.07.2011


Grille (c) BR
Vielleicht hast du noch keine Grille von Nahem gesehen. Gehört hast du ihren Gesang aber sicher schon – im Sommer auf einer Wiese zum Beispiel! Dabei ist dieses Zirpen genau genommen kein richtiger Gesang, denn der Klang wird nicht mit der Stimme erzeugt. Um zu zirpen, muss die Grille ihre Flügel aneinander reiben. Das Geräusch, das sie damit erzeugt, kann man bis zu 50 Meter weit hören! Dabei haben die verschiedenen Grillen-Arten unterschiedliche Lautfolgen und sogar unterschiedliche Gesangszeiten, um sich gegenseitig auseinander zu halten. Denn sie zirpen immer nur für die eigene Art.

Hören kann man Grillen nicht nur bei uns, sondern auf der ganzen Welt, es gibt nämlich etwa 2.000 Arten. Hier in Mitteleuropa sind drei Arten besonders verbreitet: die Feldgrille, die Waldgrille und das Heimchen.


Von gut getarnt bis auffällig

Grille (c) BR Grille (c) BR Grille (c) BR Grille (c) BR Grille (c) BR
 
Nicht alle Grillen zirpen: Es sind nur die Männchen. Deren Rufe sollen die Weibchen zur Paarung anlocken und die Rivalen vertreiben. Und die Weibchen lassen sich Zeit bei der Partnerwahl – das Männchen, das lauter zirpt, ist ja vielleicht größer und kräftiger!

Übrigens:
Grillen hören sozusagen mit den Beinen! Ihre Hörorgane sitzen an den Vorderbeinen unterhalb der Knie.
Aber manche Männchen haben einen Trick, der sie noch kraftvoller erscheinen lässt: Sie nutzen Höhlen in der Erde oder zwischen dichten Grashalmen als Schalltrichter und verstärken so ihren Ton. Allerdings hören sie mit dem Zirpen sofort auf, sobald man sich ihnen nähert – sie sind nämlich sehr scheu.

Hat ein Männchen alle Rivalen in die Flucht geschlagen und ein Weibchen erfolgreich umworben, singt es ihm ein Liebeslied – dieses allerdings so leise, dass wir Menschen es kaum hören! Das Weibchen bohrt dann mit seinem Legebohrer am Hinterteil mehrere gut einen Zentimeter tiefe Löcher in die Erde. Dort hinein legt es mehrere Hundert Eier: die sind klein und wurmförmig, kürzer als einen Millimeter. Das Weibchen verlässt die Eier sofort und vertraut darauf, dass sie in der warmen Erde ausgebrütet werden. Nach etwa zwanzig Tagen Brutzeit schlüpfen dann die kleinen Grillen.

Feldgrillenweibchen (c) BR
Ein Feldgrillen-Weibchen auf dem Weg ...
Grilleneier (c) BR
... zum Eierlegen. Nach zwanzig Tagen ...
Kleine Grille (c) BR
... frisch geschlüpft: Mini-Grille mit langen Fühlern.
 
Nicht nur Grillen erzeugen Laute dadurch, dass sie ihre Körperteile aneinander reiben. Auch manche Käfer und sogar Spinnen verständigen sich auf diese Art. Man nennt das Stridulation. Die Insekten haben dafür besondere Organe an Flügeln und Beinen: Schrillflächen und Schrillkanten. Reiben sie mit den Schrillkanten über die Schrillflächen, erzeugt das zirpende, kratzende oder auch brummende Laute.


Simone Wichert

 
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