Wie sich Tiere warm halten

Gemse (c) dpa
Trick 1: Das Schneebett

Feldhasen und Rehe legen sich im größten Schneegestöber auf den Boden und warten, bis sie von einer Schneedecke umhüllt sind: ein weißer Wintermantel, der sie wärmt.

Denn nur ein Zehntel des Schnees besteht aus klirrend-kalten Schneekristallen. Der Rest ist Luft und die schützt Hase, Reh und Gams gegen den kalten Wind wie eine warme Decke! Außerdem haben diese Tiere ein warmes Fell und der Schnee kann somit nicht direkt an ihre Haut gelangen.

Seeotter (c) Getty Images
Trick 2: Hohle Haare

Viele Haare machen einen warmen Pelz. Und den absoluten Weltrekord an Haaren hält der Seeotter: Auf einem Quadratzentimeter, auf einem Fleckchen von der Größe eines Fingernagels, wachsen bei ihm 100.000 Haare. Also so viele wie bei uns Menschen auf dem ganzen Kopf. Er hat somit das dichteste und feinste Fell aller Tiere. Da kommt nicht einmal ein Tröpfchen eisig-kalten Wassers durch.

Der Seeotter und eine Reihe andere Tiere haben außerdem hohle Haare. Sie schützen zum Beispiel auch den Eisbären vor der beißenden Kälte. Jedes einzelne ihrer Haare hat also im Inneren Luft. Und diese Luft wirkt wie eine Wand, sie hält die kalte Nordpol-Luft draußen und die Körperwärme des Eisbären innen drinnen. Papa Eisbär ist dank der hohlen Haare also so etwas wie eine Thermoskanne auf vier Pfoten.

Wal (c) Getty Images
Trick 3: Frostschutzmittel im Blut

Wale schwimmen durch eisig kaltes Wasser. Damit ihnen nicht buchstäblich das Blut einfriert, haben sie eine spezielle Zucker-Eiweiß-Mischung im Blut.

Mit ihrem "Frostschutzmittel" im Blut kann ihnen selbst Wasser mit minus zwei Grad nichts anhaben.


Tina Gentner