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Alphabet - Von Anton bis Zacharias

Stand: 22.11.2011


Alphabet von Kind geschrieben (c) Getty Images
Alpha und Beta, das sind die ersten beiden Buchstaben des griechischen Alphabets. Von ihnen stammt auch der Name "Alphabet".
Aber die ersten Menschen, die Buchstaben aufgeschrieben haben, waren nicht die Griechen, sondern die Ägypter: Sie haben schon vor 5.000 Jahren ihre Sprache aufgeschrieben. Oder besser: aufgemalt - zum Beispiel an Tempelwände - oder eingeritzt - in Grabreliefs in den Pyramiden.

Ägyptische Bildchen ...
Denn die Hieroglyphen waren nämlich noch keine Buchstaben, sondern Bildchen: zum Beispiel ein kleiner Ochsenkopf. Die fremdländischen Arbeiter in Ägypten, die kein Altägyptisch verstanden, wollten ihre eigene Sprache irgendwann dann auch schriftlich festhalten. Und weil Ochsenkopf in ihrer Sprache – nämlich semitisch – "Aleph" hieß, beschlossen sie, für den Laut A immer einen Ochsenkopf zu malen.

Das kann man selbst unserem A heute noch ansehen: Wenn man das A umdreht, sehen die Füße nämlich aus wie die Hörner eines Ochsenkopfs. Fast alle unsere Buchstaben gehen auf diese alten Bilder zurück: Das auf- und abwogende M stand früher zum Beispiel für eine Wasserwelle, das B für den Grundriss eines Hauses und das N für eine Schlange.

Die wahrscheinlich älteste vollständige Geschichte, die mit Buchstaben aufgeschrieben wurde, ist die Erzählung von König Gilgamesch. Über 4.000 Jahre ist sie alt und aufgeschrieben wurde sie mit den Buchstaben der Keilschrift. Diese Keilschrift ist die älteste Buchstaben-Schrift der Welt, eine Erfindung der Sumerer.

Im Gegensatz zu den Hieroglyphen der Ägypter war die Keilschrift keine Bilderschrift, sondern sie bestand aus einzelnen Buchstaben, von denen jeder für einen bestimmten Laut der Sprache stand, mit der es also möglich war, die gesprochene Sprache Buchstabe für Buchstabe aufschreiben zu können.

Die ersten zwanzig Buchstaben

Die Schrift, die wir heutzutage verwenden, kommt aber nicht von den Sumerern. Die heutigen Buchstaben kommen ursprünglich von der Halbinsel Sinai, zwischen Ägypten und Israel. Dort wurde vermutlich von Nomaden aus den ägyptischen Hieroglyphen ein Alphabet mit zwanzig verschiedenen Buchstaben geformt.

Dieses Alphabet wurde dann von den Phöniziern übernommen. Die Phönizier waren ein Volk von Seefahrern und Händlern und sie brauchten eine Schrift, mit der schnell und leicht lesbar geschrieben werden konnte. Nachdem die Phönizier die Schrift aus dem Sinai übernommen hatten, verbreitete sich diese sehr schnell. Auch die alten Griechen fanden es praktisch und änderten es ein wenig um. Aus dem phönizischen Aleph wurde das Alpha, aus Beth wurde Betta, aus Gimel wurde Gamma und so weiter. Das griechische Alphabet war geboren.

Die Römer haben abgeschaut!

Die Römer haben vor ungefähr 2.500 Jahren ein eigenes Alphabet geformt, das sie den Griechen allerdings abgeschaut hatten. Es entstand das lateinische Alphabet, das ursprünglich nur aus zwanzig Buchstaben bestand: A, B, C, D, E, F, H, I, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, V und X. Heute haben wir 26 Buchstaben. Die fehlenden sechs: G, J, U, W, Y und Z kamen erst nach und nach dazu. Die jüngsten lateinischen Buchstaben, das J und das W, wurden vor etwa fünfhundert Jahren eingeführt.

Alles in allem aber ist das alte lateinische Alphabet ziemlich lebendig und es hat sogar den Sprung ins Computerzeitalter geschafft. Der Klammeraffe - das "@" - hat sich ganz einfach in die alphabetische Tastatur am Computer eingefügt.


Seltsam und selten: der Buchstabe Q

Das Q ist der seltenste Buchstabe in deutschen Texten. Von 10.000 Buchstaben ist nur ein einziger ein Q! Sogar X und Ypsilon gibt es öfter. Wenn du irgendein Buch in die Hand nimmst, eine Seite aufschlägst und ein Q suchst, dann wirst du vielleicht eins, vielleicht aber auch gar keins finden.

Und auch sonst ist das Q irgendwie anders als die anderen Buchstaben. Klick den Pfeil!

Fingeralphabet A (c) Integro
Auch mit den Fingern
Fingeralphabet B (c) Integro
lassen sich Buchstaben
Fingeralphabet C (c) Integro
darstellen!
 

Das Buchstabier-Alphabet

Buchstabiert man am Telefon einen Namen, kann er leicht falsch verstanden werden, weil sich viele Buchstaben sehr ähnlich anhören – wie D, B oder G. Auch M und N werden leicht verwechselt. Also diktiert man zum Beispiel den Namen Maier nicht M-A-I-E-R, sondern Martha – Anton – Ida – Emil – Richard. Das ist das Buchstabier-Alphabet, auch Funkalphabet genannt.

Erfunden wurde das Buchstabieralphabet vor über einhundert Jahren. Es rauschte und knisterte damals mächtig in der Leitung, weil die Verbindung viel schlechter war als heute. Um Namen und Adressen besser verstehen zu können, benutzte man also das Buchstabieralphabet. Und das wurde sogar im Telefonbuch abgedruckt, damit alle das gleiche benutzten. Es wird mit kleinen Veränderungen noch heute verwendet. Weil es schon so alt ist, sind manche Namen heute nicht mehr sehr modern: Theodor, Otto, Heinrich. Diese Namen waren früher noch ganz normal. Heute wirken sie sehr altmodisch.

Es gibt ein internationales Buchstabieralphabet, das vor allem im Funkverkehr an Flughäfen eingesetzt wird. Aber jedes Land hat auch ein Buchstabieralphabet in seiner Sprache. Klick auf den Pfeil.

Olga-Louise Dommel, Börni Schulz, Mischa Drautz

 
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