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Baden - Neandertaler, Römer, Germanen und wir
Stand: 26.09.2010
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Ein schwimmender Frosch in einer Röntgenaufnahme.
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Schwimmen wie die Tiere
Schon die Steinzeit-Menschen konnten schwimmen. Für sie war das überlebenswichtig. Schwimmend konnten sie sich vor Feinden retten oder Tiere jagen. Wie man schwimmt, haben sich die Menschen damals wohl von den Tieren abgeschaut, vielleicht von einem Frosch. Römer mit Rüstungen
Im alten Rom lernten vor allem die Soldaten schwimmen. Sie mussten sogar mit Rüstung im Wasser das Schwimmen üben, denn im Ernstfall – also wenn der Feind kam – hatten Sie ja auch keine Zeit erstmal die Badehose anzuziehen.
Plantschen in Thermen
Badehosen gab es damals sowieso nicht. Diejenigen Römer, die nur so zum Vergnügen badeten, taten das nackt. Dafür gab es in Rom sehr viele Badeanstalten, die so genannten Thermen. Das waren geheizte große Becken, in denen sich Männer und Frauen trafen, vor allem, um zu tratschen. Das gemischte Nacktbaden wurde aber irgendwann verboten, weil es zwischen den Männern und Frauen immer wieder zu Unanständigkeiten kam.
Badeanzug, Bikini oder Badehose Was wir heutzutage zum Schwimmen tragen, ist meist recht knapp und enganliegend. Und: In vielen Freibädern sind aus hygienischen Gründen lange Hosen im Wasser verboten. Vor 200 Jahren waren ganz andere Dinge verboten!
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Das Meer kann ja auch gefährlich aussehen!
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Germanen mit Pferden
Unsere Vorfahren, die Germanen, waren sehr gute Schwimmer. Sie gingen sogar mit Waffen und Pferden ins Wasser und schwammen bei jeder Jahreszeit, selbst in eisiger Kälte. Baden galt als gutes Mittel um Krankheiten vorzubeugen. Gebadet wurde in Flüssen und Seen und natürlich nackt.
Mittelalterliche Wasser-Märchen
Im Mittelalter, also zur Zeit der Ritter und Burgfräulein, kam das Schwimmen aus der Mode. Man fand nicht nur das Nacktbaden unanständig und verbot es, man glaubte dass es überhaupt gefährlich sei, ins Wasser zu gehen. Manche erzählten, dass im Wasser schreckliche Ungeheuer lebten und viele waren der Meinung, dass Baden sehr ungesund sei. Mit der Zeit lernten immer weniger Menschen schwimmen. Dafür ertranken damals immer mehr, weil sie nicht schwimmen konnten.
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Schwimmenlernen heute: Lustig und nicht gefährlich!
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Schwimmen vor 300 Jahren
Zur Zeit der Aufklärung, wieder ein paar hundert Jahre später, sah man ein, dass Schwimmen wichtig ist. Johan Guts Muths entwickelte eine spezielle Methode, um Anfängern das Schwimmen beizubringen. Gebadet wurde jetzt übrigens im langen Hemd und für die Damen gab’s spezielle Badekleider.
Schwimmen wie man will
Bis unsere knappen Badehosen und Bikinis in Mode kamen, dauerte es noch bis in die 1950er Jahre. Seit dem ist alles an Bademoden und Schwimmstilen erlaubt, was Spaß macht.
Silke Wolfrum
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