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Gedächtnis - Vom Merken und Vergessen

Stand: 27.04.2014


Scrabbel-Spiel mit Gedächtniswörtern (c) dpa



"Wer rastet, der rostet" - das gilt vor allem auch für unser Gehirn. Gedächtnistraining ist gefragt. Nur wie funktioniert "merken" oder "vergessen"?

Gedächtnis - so nennen wir die Fähigkeit unseres Gehirns, sich Dinge zu merken, zu ordnen und wieder auszuspucken.

Gehirn (c) Getty Images, Collage (c) BR
Mit diesem schwabbeligen Etwas können wir uns Dinge merken!
Die Wissenschaftler reden von verschiedenen Arten von Gedächtnissen: Manche Sachen lernen wir zum Beispiel einmal und können sie eigentlich automatisch - ohne Nachzudenken - ein Leben lang: Gehen, Rad fahren und so weiter.

Manche Informationen behalten wir lange und andere sind dagegen nur ganz kurze Zeit gespeichert, man spricht dann vom "Kurzzeitgedächtnis". Und wir haben sogar ein extra Gedächtnis für Gerüche!

Lebenslanges Lernen

Manche Sachen merkt man sich leichter als andere. Da hat jeder Mensch so seine "Vorlieben": Vielleicht kann sich jemand Jahreszahlen schlecht merken oder er vergisst Namen schnell wieder. Dafür kann dieser Mensch womöglich ellenlange Gedichte auswendig vortragen.

Wenn wir uns etwas merken wollen, dann muss es in unseren Kopf hinein. Wenn es jedoch dort einmal fest verankert ist, dann haben wir wieder etwas Neues dazu gelernt und können uns meist auch lange daran erinnern. Zum Beispiel die Buchstaben oder das kleine Einmaleins. Wer das Einmaleins einmal auswendig gelernt hat, der vergisst es so schnell nicht mehr.

Übrigens:
Ein Goldfisch kann sich nur für drei Sekunden etwas merken. Damit er ein Jahr lang nicht vergisst, wie er heißt, müsste man ihm seinen Namen also weit über zehn Millionen Mal sagen.
Aber nicht nur der Mensch lernt etwas, sondern auch die allermeisten Tiere: Hunde, Katzen, Vögel und viele andere Tiere merken sich, wann sie wo etwas zu fressen finden könnten. Hunde merken sich Befehle wie "Sitz" und Katzen finden auch über weite Strecken wieder nach Hause.


Einen Knoten ins Hirn machen?! Das gibt's wirklich!

Das Gehirn kann man sich ein bisschen so vorstellen wie ein Wollknäuel mit vielen losen Wollfäden. Wenn das Gehirn sich etwas merkt, dann ist es so, als würde man zwei Wollfäden miteinander verknoten. Da bedeutet der eine Faden beispielsweise "2 mal 2". Da hängt also ein großer Zettel an dem losen Wollfaden, auf dem steht: "2 mal 2". An einem anderen Faden ist ein Zettel befestigt, da steht "4" drauf. Noch hat das Gehirn die zwei Fäden nicht zusammengebracht. Es sind einfach nur zwei Zettel, auf denen etwas steht. Schafft das Gehirn es aber, die beiden Fäden miteinander zu verknoten, dann wird daraus eine Information: "2 mal 2 ist 4".

Das Gehirn besteht aber nicht aus Wolle, sondern aus Nervenzellen. Wenn man sich was merken soll, dann verknüpfen sich die Gehirnzellen
miteinander. Sie bilden sozusagen elektrische Verbindungen. Und je mehr man sich merkt, desto größer wird dieses "Knüpfnetz". Mit "größer" ist aber nicht gemeint, dass unser Kopf anschwellen würde, wenn sich jemand viele Sachen merkt. Nicht das Gehirn selbst wird größer, sondern die Anzahl der Knoten nimmt zu. Beim Lernen werden eben genau solche neuen Verbindungen aufgebaut. Das geht ganz schnell und dauert meistens bloß ein paar Minuten. Diese Knoten sind aber leider nicht stabil und können sich wieder lösen - dann hat man was vergessen.

Vergessen – nervig, aber wichtig!

Pinnwand mit Merkzetteln (c) Getty Images
Hilft (manchmal) gegen das Vergessen: Eine Pinnwand mit vielen Merkzetteln.
Je länger es her ist, dass wir ein Buch gelesen oder einen Film geschaut haben, umso mehr vergessen wir davon. Selbst besondere Ereignisse wie den ersten eigenen Schultag vergisst man manchmal fast komplett. Dass unsere Erinnerungen und unser Wissen oft so lückenhaft ist, kommt uns meistens nervig vor. Dabei ist Vergessen keineswegs nur schlecht, sondern durchaus auch sinnvoll. Würden wir alles, was uns im Laufe eines Tages begegnet, was wir sehen, riechen und hören, als Erinnerung speichern, dann hätten wir irgendwann ein großes Problem. Irgendwann wären wir von diesen vielen Informationen so verwirrt, dass wir das, was wirklich wichtig für uns ist, gar nicht mehr in unserem Gehirn finden würden. So wie man in einem völlig überfüllten und unaufgeräumten Zimmer irgendwann auch nicht mehr sein Lieblingsspielzeug findet.

Was wichtig ist, bleibt

Ähnlich wie auf einer Computer-Festplatte werden im Gehirn ständig neue Sachen gespeichert und gelöscht. In Erinnerung bleibt, was wir immer wieder brauchen, denn die Gehirnzellen-Verbindungen werden dann immer wieder erneuert. In Vergessenheit gerät, womit wir selten zu tun haben.

Manchmal erinnert sich unsere Nase in Sekundenschnelle an (scheinbar) längst vergessene Ereignisse und Gefühle. Für Düfte haben wir das Geruchsgedächtnis. Wie es funktioniert, verraten wir dir hier!


Mischa Drautz, Annabelle Hauk, Geli Schmaus und Bernhard Schulz

 
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