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Cornflakes – Zerbröselte Kekse

Stand: 12.07.2007


Um das Jahr 1900 herum lebten in Amerika die Brüder John Harvey Kellogg und Will Keith Kellogg. John Harvey, der ältere der beiden, war Mediziner und Chef einer Gesundheitsfarm. Er war sehr streng und lehnte so ziemlich alles ab, was Spaß macht. Seine Patienten durften z.B. keinen Tee, keinen Kaffee, keinen Tabak und kein Fleisch zu sich nehmen. Manchmal setzte er ihnen komische zerbröselte Kekse vor, die überhaupt nicht schmeckten.

Die Erfindung: Ein Unfall

Eines Tages aber passierte seinem jüngeren Bruder Will ein kleines Missgeschick: Er hatte am Tag zuvor einen Weizenteig angerührt und ihn dann vergessen. Als er ihn nun auswalken wollte, zerbröselte der Teig in tausend Stücke. John wollte, dass Will den zerbröselten Teig fein mahlte und den Patienten als Brei servierte. Aber Will ließ die Brösel so wie sie waren und zum ersten Mal schmeckte den Patienten ihr Essen! Die Cornflakes waren erfunden!

Cornflakes (c) Food Collection (Collage: BR) Cornflakes (c) Food Collection (Collage: BR) Cornflakes (c) Food Collection (Collage: BR)
 
Will hatte noch eine andere Idee: Er versüßte seine Cornflakes mit Malzaroma. Der strenge John wiederum fand das unmöglich, Zucker ist ja bekanntlich ungesund! Was passiert, wenn zwei Brüder nicht einer Meinung sind? Sie streiten sich. Genauso war es bei John und Will. Danach gingen sie getrennte Wege.

Erst aus Weizen, dann aus Mais

Will Keith Kellogg gründete seine eigene Cornflakes-Firma und machte damit ein gutes Geschäft. Irgendwann konnte er nicht mehr so viele Cornflakes liefern, wie bestellt waren. In dieser Notsituation startete er eine Anzeigenserie in den Zeitungen mit dem Aufruf: "Essen Sie bitte 30 Tage keine Cornflakes."

Das war ernst gemeint. Aber genau das Gegenteil passierte: Jetzt wollten alle Cornflakes haben. Die Anzeige wurde zum Riesenerfolg. Schon bald gab es Cornflakes auf der ganzen Welt zu kaufen. Die wurden dann aber nicht mehr aus Weizen, sondern aus Mais oder auch aus Reis hergestellt. Wie sie schmecken, wisst ihr ja selbst!

Silke Wolfrum


 
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