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Regenbogen - Ohne Anfang und Ende

Stand: 13.06.2007


Regenbogen (c) Getty Images
Wie und warum ein Regenbogen entsteht, konnten sich die Menschen lange Zeit überhaupt nicht erklären. So sind in allen Kulturen wunderschöne Geschichten darüber entstanden:
Einer chinesischen Sage nach ist der Regenbogen ein Riss im Himmel, der von einer Göttin mit farbigen Steinen versiegelt wurde.
Einer irischen Sage nach kann man am Ende eines Regenbogens einen Topf mit Gold finden. Wenn man danach suchen will, muss man aber zunächst wissen, wie man zum Ende des Regenbogens kommt. Und dafür muss man wissen, wie so ein Regenbogen überhaupt entsteht.

Woher kommt der Regenbogen?

Rosa Regenbogen?
Manche Farben kannst du nicht in einem Regenbogen sehen, zum Beispiel Rosa. Das liegt daran, dass es keine Grundfarben sind, sondern Farbmischungen (Rosa = rot+weiß). Das weiße Licht der Sonne enthält nur die Grundfarben.
Die Sonne muss scheinen – das sehen wir als weißes Licht. Dieses weiße Licht erscheint uns aber nur weiß. In Wirklichkeit sind darin alle Farben enthalten – rot, orange, gelb, grün, blau, violett – und die breiten sich gleichmäßig zusammen in alle Richtungen aus.

Wenn das weiße Sonnenlicht auf Regentropfen trifft, können sich die Sonnenlicht-Farben nicht mehr zusammen ausbreiten. Jede ändert dann mitten im Tropfen ein wenig ihre Richtung und dadurch sieht man auf einmal alle Farben einzeln – in dieser Reihenfolge: rot, orange, gelb, grün, blau, violett. Wissenschaftler sagen dazu: "Das Licht wird gebrochen."
Das passiert übrigens nicht nur bei Regentropfen, sondern auch bei Wasserfällen, Springbrunnen und es geht sogar mit dem Gartenschlauch.

Schneebogen?
Einen "Schneebogen" gibt es nicht, auch nicht, wenn es schneit und gleichzeitig die Sonne scheint. Das Sonnenlicht wird nur an runden Wassertropfen gebrochen, nicht aber an Schneekristallen.
Wie du einen Regenbogen siehst, hängt davon ab, wo du stehst und wie die Sonne steht. Natürlich musst du die Sonne im Rücken haben und vor dir die Regenfront. Schau also dorthin, wohin dein Schatten fällt! Steht die Sonne sehr tief, wirst du einen hohen Regenbogen sehen, steht sie hoch, nur einen sehr flachen. Wenn die Sonne am höchsten steht – das ist mittags im Hochsommer – dann wirst du keinen Regenbogen sehen können.

Das Ende des Regenbogens?

Regenbogen über dem Bodensee (c) BR/ Wichert
Endet der Regenbogen im Wasser? Es scheint so.
Von der Erde aus sieht man immer einen Halbkreis, der von Horizont zu Horizont geht. Es scheint dann so, als ob dort das Ende des Regenbogens wäre. Versuchst du, darauf zuzulaufen, wirst du merken, dass sich der Regenbogen mit dir bewegt – von dir fort.

Würdest du in ein Flugzeug steigen oder auch auf einen sehr hohen Turm, dann könntest du sehen, dass so ein Regenbogen eigentlich gar kein Bogen ist, sondern ein Kreis. Der Regenbogen ist am Horizont also nicht zu Ende. Du kannst ihn nur bis dorthin sehen, weil sozusagen die Erde im Weg ist.

Also gibt es keinen Topf voll Gold am Ende eines Regenbogens, weil der Regenbogen gar kein Ende hat. Schade! Aber auch ohne Gold ist ein Regenbogen ein wunderschönes Naturereignis!

Simone Wichert

 
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