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Storch – Wohnen auf dem Wagenrad

Stand: 27.05.2014


Nachwuchs bei Familie Adebar (c) dpa/picture-alliance
Bei Familie Adebar gab es Nachwuchs ...



Faszinierend ist es, wenn die Störche jedes Jahr im Frühling in Deutschland einfliegen, um ihre Nester zu bauen und ihre Jungen zur Welt zu bringen.

Weißstorch in seinem Nest (c) Getty Images
Brandenburg ist Storchenland

Rund 4.200 Storchenpaare wurden in Deutschland gezählt. In Bayern sind Störche vor allem in Schwaben und Mittelfranken zu Hause. Die meisten Störche gibt es aber im Land Brandenburg. Dort gibt es nämlich ausgedehnte Sümpfe, Weiden und Seenlandschaften, Moore und feuchte Wiesen, auf denen sie rumstaksen und Nahrung finden können.

Störche fressen am liebsten Frösche, Mäuse, Käfer und Insekten.

Nester auf Wagenrädern

Wenn die Störche im Frühling aus Afrika zurückkommen, beginnen sie sofort mit Nestbau. Das Storchennest nennt man Horst. Die Menschen können den Störchen ein wenig beim Bau ihres Horstes helfen, indem sie zum Beispiel ein großes Wagenrad auf ihrem Hausdach befestigen. Auch auf alten Schornsteinen nisten Störche gern. Wenn sich ein Storch erst mal eingenistet hat, stehen die Chancen gut, dass er ein Dauermieter wird: Denn Störche sind grundsätzlich nesttreu, das heißt, sie kommen jedes Jahr in ihren Horst zurück.

Babystorch (c) dpa
Immer hungrig: Babystörche!
Gefräßige Babystörche

Sobald die ersten Eierschalen aus dem Nest fallen und die Eltern emsig zwischen Horst und der Wiese hin- und herfliegen, ist es soweit: Die Storchenjungen sind geschlüpft. Meist legt ein Storch drei bis sechs Eier. Für die Eltern beginnt nun eine ziemlich stressige Zeit. Sie müssen in den Wiesen Nahrung suchen und sie den Kleinen ins Nest bringen. Die sind nicht zimperlich und fressen 1,4 Kilogramm Mäuse und Frösche am Tag!

Storchennest auf dem Kindergartendach

radioMikro-Reporter Wolfram Hanke hat ein Storchennest auf dem Kindergartendach beobachtet - hör dir an, was es da zu sehen gab!

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Schon gewusst?
Störche im Regen (c) dpa Das Klappern ist die Sprache der Störche. Damit verständigen sie sich untereinander. So wie ein Hund bellt oder eine Katze faucht, versuchen Störche mit dem Klappern Eindringlinge vom Nest zu verscheuchen und ihren Anspruch auf das Revier zu verteidigen.


Flugstunden für Anfänger

Im Juli sind die Jungstörche so groß und stark, dass sie selbst fliegen lernen. Zunächst sind es kleine Flugübungen am Nestrand, spätestens im August müssen die Kleinen aber so fit sein, dass sie den langen Weg nach Afrika ins Winterquartier antreten können.

Wohin geht die Reise?

Manche Störche tragen einen kleinen Sender an ihrem Bein. Der funktioniert wie ein Funktelefon und sendet die ganze Zeit über Signale aus. So können die Vogelschützer herausfinden, wo die Störche lang fliegen und wie es ihnen auf der 10.000 Kilometer langen Reise nach Afrika ergeht.

Einen Ring am Fuß

Auch der Ring, den viele Störche am Bein tragen, ist kein Schmuck: In ihm ist der Geburtsort des Storches eingetragen. Störche sind nämlich streng geschützte Tiere. Deshalb werden sie von den Vogelschützern beobachtet. Falls einem Storch irgendwo etwas zustößt oder er sich verirrt, wissen die Storchenschützer sofort, woher er stammt.


Kirsten Zesewitz


 
  LUPE: Wo gibt's denn sowas - blaue Störche?!
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