Pflanzenwecker - Gibt es den?

Schneeglöckchen (c) BR
Im Winter, wenn der Boden gefroren ist, macht die Blumenzwiebel so eine Art Winterschlaf. Weil es so kalt ist, hört das Wasser in ihren Zellen und Adern auf zu fließen. Die Zwiebel tauscht keine Nährstoffe mehr mit dem Boden aus und hört somit auf zu wachsen.

Auch wenn der Boden gefroren ist, erfriert die Zwiebel selbst nicht. Die Nährstoffe, die in dem Wasser ihrer Zellen sind, enthalten Salze, und diese Salze verhindern, dass das Wasser zu Eis wird. Das ist so ähnlich wie wie wenn wir im Winter Salz auf die Straße streuen um das Eis wegzubekommen: Wasser mit Salz friert nämlich viel schlechter ein!

Wenn es aber jetzt im Frühling wärmer wird, wird es auch im Inneren der Erde wärmer. Der Erdboden taut auf, und die Zwiebel kann wieder Wasser aus der Erde aufnehmen. Das Wasser in ihren Zellen und Adern beginnt wieder zu fließen, sie kann Nährstoffe aus dem Boden aufnehmen und beginnt wieder zu wachsen.

Schneeglöckchen haben also keinen Wecker – sie spüren einfach nur, wenn es im Frühling wärmer wird.