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Knochen – Harte Dinger mit weichem Kern

Stand: 21.01.2013


Foul an Fredi Bobic (c) dpa
























Röntgenbild Totenkopf (c) Getty Images
Harte Dinger - das wussten schon die Piraten und machten den Totenkopf zu ihrem Symbol.
Ohne Knochen wäre jeder von uns nur ein Häuflein aus Fleisch und Haut. Wir wären schlabbrig wie eine Qualle oder wie Rote Grütze. Das harte Knochengerüst gibt uns von innen heraus die Form. Knochen sind allerdings nicht das Härteste in unserem Körper: Zahnschmelz ist noch härter!

In unserem Körper sind die Knochen über die Gelenke miteinander verbunden. Außer an den Gelenkflächen sind die Knochen von Knochenhaut umhüllt. In der Knochenhaut sind Blutgefäße und Nerven.

Knochen bleiben auch als letztes übrig, wenn ein Lebewesen stirbt. Vielleicht hast du ja mal alte Dinosaurier-Knochen im Museum gesehen?
So schnell ist so ein Knochen nämlich nicht kleinzukriegen. Außer er bricht. Aber meistens ist das gar nicht so schlimm. Denn Knochen können von ganz alleine wieder zusammenwachsen - obwohl es doch so harte Dinger sind.

Übrigens:
Knochen sind so elastisch wie Eichenholz.
Von außen sehen Knochen ja hart und glatt aus, aber im Inneren gleichen sie eher einem Schwamm. Denn unter der Knochenhaut liegt die Knochensubstanz. Sie besteht zu einem Fünftel aus Wasser.

In der Knochensubstanz werden auch Mineralstoffe gelagert, zum Beispiel das Calcium. Das Calcium ist es, was den Knochen so hart und stabil macht.

Knacks – Wenn der Knochen bricht

Menschliches Skelett (c) Getty Images
Es gibt verschiedene Formen von Knochenbrüchen. Der Knochen kann glatt durchbrechen oder auch splittern. Außerdem unterscheidet man zwischen geschlossenen und offenen Brüchen. Bei einem offenen Bruch ist auch die Haut darüber verletzt und man kann den Bruch von außen sehen.

Damit der gebrochene Knochen wieder heilen kann, müssen die einzelnen Teile so aneinander gehalten werden, wie es der normalen Stellung entspricht. Oft reicht dafür ein Gipsverband. Manchmal muss vorher noch operiert werden. Bei komplizierten Knochenbrüchen werden die Knochen oft noch mit besonderen Nägeln oder Schrauben miteinander verbunden.

Nach drei bis vierzehn Wochen ist der Bruch dann wieder verheilt – ganz von alleine. Und das geht so: Bei einem Knochenbruch entsteht an der Bruchstelle ein Bluterguss. Daraus entsteht der neue Knochen. Im Bluterguss sind zunächst sogenannte "Entzündungszellen". Aus denen entstehen zuerst Knorpelzellen. Danach bildet sich Knochengewebe. Dann baut sich der Knochen wie von selbst wieder auf und schafft eine Verbindung zwischen den gebrochenen Teilen. Und wenn man nach ein paar Jahren ein Röntgenbild macht, ist von einem Bruch häufig nichts mehr zu sehen.

Autsch! Mein Schienbein

Schienbein David Backham (c) dpa
Manchmal hilft auch der beste Schienbeinschoner nichts ...
Um zu verstehen, warum ein Tritt gegen das Schienbein besonders weh tut, muss man sich den Körperbau des Unterschenkels genauer anschauen.
Der Unterschenkel besteht aus zwei Knochen: dem Schienbein und dem Wadenbein. Das Wadenbein ist ein relativ dünnes Knöchelchen, das sich hinter dem Schienbein versteckt und nicht viel Gewicht tragen muss. Ganz im Gegensatz zum Schienbein. Das Schienbein verbindet das Knie mit dem Fuß. Das ganze Körpergewicht ruht auf diesem Knochen und fast alle Unterschenkelmuskeln sind am Schienbein angewachsen. Es muss also eine ganze Menge aushalten können und vielen Muskeln Platz bieten. Deswegen ist der Schienbeinknochen nicht rund, sondern dreieckig. An den flachen Seiten finden so die Unterschenkelmuskeln viel Platz, um dort anzuwachsen.

Das "gemeine" beim dreieckigen Schienbeinknochen ist: Das Schienbein hat somit auch drei Kanten. Und eine dieser Kanten liegt genau in Gehrichtung – und zwar ungeschützt, weil die Muskeln, die normalerweise unsere Knochen schützen, ja seitlich festgewachsen sind und nach hinten verlaufen. Nach vorne liegt über dem Knochen nur ein wenig Haut. Dazu kommt, dass sich die Wucht eines Schlages oder Trittes auf die Kante des Schienbeins nicht auf eine große Fläche verteilt, sondern die ganze Kraft des Schlages wirkt auf einen einzigen Punkt.

Weh tut übrigens nicht der Knochen an sich. Knochen sind nicht besonders schmerzempfindlich. Bei einem Schlag aufs Schienbein schmerzt vor allem die Knochenhaut, die jeden Knochen überzieht und schützt. Solange die Knochenhaut nicht verletzt wird und auch der Knochen nicht bricht, ist alles halb so wild. Dann ist dem Schienbein nichts passiert. Auch wenn es sehr weh tut.

Knochenschwund?!

Knochen-Rekorde
Unser größter Knochen ist der Oberschenkelknochen. Anders als die meisten sieht der so aus, wie man sich einen Knochen vorstellt - wie ein Hundeknochen. Ganz im Gegensatz zu unseren kleinsten, die sich im Ohr verstecken. Schon ihre Namen lassen ahnen, dass sie anders geformt sind: Hammer, Amboss und Steigbügel.
Alle Knochen zusammen nennt man das "Skelett". Insgesamt hat ein erwachsener Mensch über zweihundert Knochen. Genauer genommen sind es um die 208 Knochen, wenn wir erwachsen sind. Manche haben zwei weniger, andere ein paar mehr - je nachdem, ob man zum Beispiel am unteren Ende der Wirbelsäule 3,4 oder 5 Knochen hat. Spannend aber ist: Babies haben über 100 Knochen mehr als Erwachsene, nämlich ungefähr 350. Nachdem noch keiner von uns einen Knochen verloren hat (oder hat es schon mal beim Spazierengehen gescheppert, und ein Knochen lag hinter Euch?) muss es einen anderen Grund geben, warum wir im Lauf unseres Lebens immer weniger Knochen haben: Sie wachsen zusammen. Ein Baby hat zum Beispiel mehrere Schädelknochen, die sich ein wenig ineinanderschieben können, damit der Kopf durch den engen Geburtskanal passt. Später ist es dagegen besser, wenn unser Gehirn durch einen harten Schädelknochen geschützt ist - also wachsen die weichen Knorpel beim Baby zu harten Knochen - und mehrere Knochen verbinden sich.

Welches Lebewesen hat die meisten Knochen? Hier erfährst du's!

Börni Schulz, Karen Zoller und Anja Scheifinger

 
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