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Krapfen - Gebäck mit Geschichte

Stand: 28.02.2011


Krapfen (c) dpa
Diese faustgroßen Hefeteig-Kugeln heißen überall anders: Die Berliner nennen sie "Pfannkuchen", außerhalb von Berlin sagt man "Berliner" oder auch "Kräppeln". In Frankreich heißen sie "Boule de Berlin" und in England "Jelly Doughnut". "Krapfen" ist die bayerische Bezeichnung für das Fett-Gebäck.

Der Name hat wahrscheinlich folgende Herkunft: Im Mittelalter gab es ein längliches Gebäck mit zwei gebogenen Spitzen, bzw. Krallen. Das Wort für "Kralle" war damals "Chrapho", oder "Krapfe".

Wo und wie der erste Krapfen erfunden wurde, ist unklar. Deshalb gibt es nur ein paar Geschichten und vielleicht steckt in jeder ein Körnchen Wahrheit.

Krapfen aus der Pyramide

Pyramiden (c) Getty Images
Schon die alten Ägypter bereiteten im Fett schwimmendes Gebäck zu. In einem alten ägyptischen Grab hat man krapfenähnliche kleine Kuchen entdeckt.

Krapfen aus Rom

Auch die alten Römer kannten ein Fettgebäck namens "Globuli", was soviel viel "Kügelchen" bedeutet. Es gab sogar ein Rezept dazu. Darin heißt es am Schluss: "Wenn Sie fertig sind, nimm sie aus dem Fett und bestreiche sie mit Honig."

Krapfen aus Wien

Eine andere Geschichte erzählt von der Krapfenerfindung in der österreichischen Hauptstadt, Wien. Die Bäckerin Cäcilie Krapf habe um das Jahr 1690 herum in ihrem Laden die allseits beliebten "Cillikugeln" hergestellt. Die schmackhaften Teigkugeln habe sie mit eingemachten Früchten gefüllt, heißt es.

Krapfen vom Zuckerbäcker

Sehr oft wird die Geschichte eines Berliner Zuckerbäckers erzählt. Dieser soll um das Jahr 1750 herum als Kanonier im Heer Friedrich des Großen gedient haben. Aber für den Krieg taugte er nicht. So übernahm er es, für die müden Soldaten zu backen. Er erfand das Fettgebäck in Kanonenkugelform, das wegen der Herkunft des Bäckers, bald nur noch "Berliner" genannt wurde.

Karen Zoller

 
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