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Schnee - Warum ist er weiß?

Stand: 18.01.2013


Verschneite Almhütte (c) Good Shot
Weißer Pulverschnee - ein Traum für Skifahrer!
Schnee besteht aus Wasser, und Wasser ist normalerweise farblos. Das liegt daran, dass wir durch einen Regentropfen durchgucken können, er ist durchsichtig.

Das ändert sich, wenn es kalt wird. Dann wird aus dem Regen Schnee, genauer gesagt Schneeflocken, die zur Erde fallen und dort alles zudecken. Häuser, Bäume, Berge, Autos, alles verschwindet unter einer weißen Decke. Die Schneedecke ist weiß, denn im Gegensatz zum durchsichtigen Regentropfen können wir durch eine Schneeflocke nicht mehr durchschauen.

Das ist kein Wunder, denn der Regentropfen ist zu vielen kleinen Eisplättchen gefroren, so genannten Eiskristallen. Jeder einzelne Eiskristall so winzig, dass er mit bloßem Auge gar nicht zu sehen ist. Aber zusammen bilden die Eiskristalle eine Schneeflocke.

Weiße Schneewolken?!

Man könnte ja meinen, Regen käme aus einer dunklen Wolke, Schnee aus einer weißen - weil ja Regentropfen eher dunkel-durchsichtig sind, und Schneeflocken weiß. Das ist aber nicht so: Schnee oder Regen kommen aus ein und derselben Wolke. Das Einzige, was zählt, ist die Temperatur - vor allem die in der Wolke. Wenn es kalt genug ist, entstehen Schneeflocken. Jetzt kommt es darauf an, dass es auch auf der Erde kalt ist. Oft passiert es aber, dass in der Wolke eine Schneeflocke startet (weil es da meistens kälter ist) und bei uns auf der Erde als Regen landet. Nur wenn es über dem Boden oder der Boden selbst kalt ist, dann wird es auch bei uns weiß.

Schneekristalle sind winzige Spiegel

Schneekristalle (c) Getty Images
So schön sind Schneekristalle.
Genau wie der Regentropfen, ist auch die Schneeflocke eigentlich farblos. Aber die vielen winzigen Eiskristalle sind wie kleine Spiegel. Sie werfen den Lichtstrahl, der auf sie trifft, zurück. Jeder Eiskristall hat sechs Seiten und sechs Spitzen wie ein sechseckiger Stern! Trotzdem sieht jede Schneeflocke anders aus, weil sich die Kristalle in der Luft immer neu zusammensetzen.

Wenn wir nachts vor die Türe gehen und den Schnee mit einer roten Taschenlampe anleuchten, dann ist der Schnee rot. So rot wie das Licht der Lampe, denn die Schneeflocken reflektieren das rote Licht. Sonnenlicht ist aber weiß. Und die unzählig vielen Eiskristallspiegelchen der Schneeflocken werfen das weiße Sonnenlicht, so wie es bei ihnen ankommt, wieder zurück. Sie reflektieren es, und zwar weiß, so weiß, wie das Sonnenlicht auch ist. Eben schneeweiß.

Und wie klingt Schnee?

Das hat sich und euch radioMikro-Reporterin Nadja Sundmacher gefragt. Klick den Startknopf!

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Börnie Schulz und Anja Scheifinger

 
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